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Streit mit der Türkei eskaliert: Bundeswehr soll Tornado-Abzug vorbereiten

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INCIRLIK
Ein Tornado-Jet der Bundeswehr | TOBIAS SCHWARZ via Getty Images
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  • Die SPD fordert einen Abzug der Tornados von der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik
  • Seit Monaten gestattet die Türkei Bundestagsabgeordneten nicht, die dortigen Soldaten zu besuchen
  • Nach Berichten soll die Bundeswehr sich bereits nach einer Alternative umsehen

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, fordert wegen des Besuchsverbots für deutsche Abgeordnete den Abzug der deutschen "Tornado"-Jets von der Luftwaffen-Basis im türkischen Incirlik.

"Die Bundesregierung muss jetzt umgehend andere Standorte für die deutschen Soldaten abklären", sagte Arnold dem "Spiegel" laut einem Vorab-Bericht des Magazins.

Bundeswehr prüft Jordanien und Zypern als Alternativen

Eine Verlängerung des Bundestagsmandats für den Einsatz der Bundeswehr in der Türkei im Rahmen der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz IS hält Arnold wegen des Besuchsverbots für "ausgeschlossen".

Das Mandat für die Mission der deutschen Aufklärungs-Jets und der Tankflugzeuge läuft dem Bericht zufolge im Dezember aus. Die Türkei lehnt Besuche deutscher Abgeordneter seit der vom Bundestag im Juni beschlossenen Armenier-Resolution ab.

Nach "Spiegel"-Informationen bereitet sich die Bundeswehr bereits für einen möglichen Abzug vor. Derzeit werde geprüft, ob die "Tornados" und die Tankflugzeuge von der Türkei nach Jordanien oder nach Zypern verlegt werden können.

"Incirlik ist nicht alternativlos"

Dazu aber müssten die Aufklärungsmissionen wegen des Umzugs für mindestens zwei Monate unterbrochen werden, heißt es dem Magazin zufolge in Bundeswehr-Kreisen.

Das Verteidigungsministerium wollte zu den internen Planungen keine Details nennen. "Wir würden den Einsatz für die Koalition gern von der Türkei aus fortsetzen, der Standort Incirlik ist für unsere Mission aber nicht alternativlos", sagte der Sprecher von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem "Spiegel".

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