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Bullet Journal: Warum gerade alle über dieses Notizbuch reden und du auch eins führen solltest

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BULLET JOURNAL
Was kann ein Bullet Journal? | Instagram
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Manche Menschen führen ein Tagebuch, um ihre Gedanken und Erinnerungen festzuhalten, andere legen Listen an über die Dinge, die sie noch tun wollen und erledigen müssen.

Wenn es dir wie uns geht, dann machst du ein bisschen von beidem. Und wenn das der Fall ist, dann ist ein Bullet Journal vielleicht genau das Richtige für dich.

Entwickelt wurde die Idee von dem Digital Product Designer Ryder Carroll: Das Bullet Journal ist eine Art der Aufzeichnung, mit der du die Übersicht über deine täglichen, monatlichen und vielleicht auch jährlichen Ziele behältst.

Mit einem leeren Notizbuch, einem Stift und einem Lineal kannst du dein eigenes Bullet Journal designen, dafür brauchst du keine App. In den Bildern weiter unten zeigen wir dir die fünf Hauptkomponenten eines Bullet Journals.

via @urbanmiss26

Erster Schritt: Erstelle ein Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite des Buches. Du nummerierst alle Seiten des Buches fortlaufend, dann kannst du diese Seite nutzen, um den Überblick über deine Gedanken und Erinnerungen zu behalten und findest sie schnell wieder.

Liste auf dieser Seite Themen und Sammlungen auf, dahinter schreibst du jeweils die Seite, auf der du diese Dinge im Buch vermerkt hast. Wenn du das Thema auf mehreren Seiten aufgreifst, dann trenne die Seitenzahlen mit Kommas.

Es ist ratsam, mindestens zwei Seiten für das Inhaltsverzeichnis einzuplanen.

Ein von Laurie (@lakc1120) gepostetes Foto am

via @lakc1120

Zweiter Schritt: Plane vor. Der zweite Teil deines Journals sollte der Zukunft gewidmet sein.

Teile dazu die Seite in drei Spalten. Jede Spalte steht für einen kommenden Monat oder sogar ein kommendes Jahr.

Das hier ist deine "Irgendwann-Liste".

Ein von Emily (@emstudies) gepostetes Foto am

via @emstudies

Dritter Schritt: Teile deinen Monat ein. Dieser dritte Teil ist im Grunde genommen dein Kalender, aber du schreibst nur die Dinge auf, die du an diesen Tagen erledigen musst.

Ganz oben auf die leere Seite schreibst du den Monat. Links schreibst du die jeweiligen Tage des Monats, gefolgt von dem ersten Buchstaben des Wochentages, auf den dieses Datum fällt (zum Beispiel 14 D). Vergiss nicht, auch diese Seiten in das Inhaltsverzeichnis einzutragen.

Die Seite gegenüber der Kalender-Seite wird deine Aufgaben-Seite. Hier listest du all die Dinge auf, die im Laufe dieses Monats erledigt werden müssen.

Ist eine Sache erledigt, kannst du sie durchstreichen. Wenn du eine Sache nicht geschafft hast, übertrage sie in den nächsten Monat.

via @lauloplannerd

Vierter Schritt: Tägliche Aufzeichnungen. Dieser vierte Teil des Journals ist deinen Erinnerungen und täglichen To-Dos gewidmet.

Anders als in der Monatsübersicht kannst du hier mehrere Dinge unter jedem Datum auflisten, aber halte dich trotzdem an die Dinge mit der höchsten Priorität, wie zum Beispiel "Flüge buchen" oder "Referat abgeben".

Dieser Teil eignet sich außerdem wunderbar dazu, Dinge aufzuschreiben, die du an diesem Tag gelernt oder empfunden hast. Um diese Dinge auseinanderzuhalten, nutze einen Punkt für Aufgaben, einen Kreis für Ereignisse und Veranstaltungen und einen Strich für Notizen. Wichtige Dinge kannst Du zusätzlich mit einem Stern markieren.

Anders als bei den Monats- und Zukunftsübersichten unterteilst du diese Seite nicht oder nutzt eine ganze Seite für tägliche Aufzeichnungen. So bist du flexibel und kannst täglich so viele Notizen hinzufügen, wie du möchtest.

Ein von Mary Kay (@mkdwrites) gepostetes Foto am

via @mkdwrites

Fünfter Schritt: Übertrage. Dieser Schritt wird dir nicht nur helfen, dich organisierter zu fühlen, sondern macht dich auch zuverlässiger und verantwortungsbewusster.

Neben jede Aufgabe, die du in das Bullet Journal einträgst, setzt du einen Aufzählungspunkt. Schau dir einmal im Monat alle Einträge für den Zeitraum an und mache dann den Aufzählungspunkt jeder abgeschlossenen Aufgabe zu einem X. Nutze das >-Symbol für Dinge, die in den nächsten Monat übertragen werden müssen und < -Symbole für Dinge, die du in die "Zukunftsliste" oder die "Irgendwann-Liste" eintragen musst.

Der Sinn und Zweck, alles noch einmal durchzugehen und Dinge umzutragen und zu übertragen ist es, wirklich nur die Dinge zu verschieben, die dir wichtig sind. So bekommst du ein besseres Verständnis von dir selbst.

via @midnightyule

Sechster Schritt: Lege Sammlungen an. Wenn du das Journal täglich oder monatlich führst, werden dir immer wiederkehrende Themen und Ideen auffallen.

Behalte den Überblick über diese Dinge auf eigenen Seiten, auf denen du Listen anlegst, in denen du zum Beispiel die Bücher festhältst, die du lesen möchtest oder Orte, die du besuchen möchtest.

Trage jede neue Liste auch gleich mit der entsprechenden Seitenzahl in das Inhaltsverzeichnis ein.

Das Ein-Mal-Eins des Bullet Journals erfährst du hier im Video:

Wer sollte ein Bullet Journal führen?

Jeder, der bereits einen Kalender oder ein Tagebuch führt und der gerne seine Gedanken und Ideen organisiert, um später wieder gut darauf zurückgreifen zu können.

Wenn dich aber To-Do-Listen in Panik versetzen, dann ist ein Bullet Journal eher nichts für dich. Reva Seth, Autorin und Anwältin, schlägt beispielsweise vor, statt überbordender To-Do-Listen lieber "Erledigt-Listen“ zu verfassen, und hier Erfolge festzuhalten, um die Kreativität, Freude und Produktivität zu steigern.

Kreative Schreiber finden an einem Bullet Journal vermutlich auch wenig Freude. Man kann zwar doodlen und kreativ seine Gedanken festhalten, einer der Hauptgedanken eines Bullet Journals ist es aber, seine Gedanken und Ideen zu fokussieren und Listen kurz und präzise zu halten.

Ganz egal, für welche Art Tagebuch oder Kalender du dich entscheidest - Experten am Medical Center der University of Rochester sind der Meinung, dass so ein Journal dabei helfen kann, Gefühle zu verarbeiten und die geistige Gesundheit zu stärken.

Habt ihr schon ein Bullet Journal? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post Canada und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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