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Mehrere Verletzte bei Angriff auf Amerikanische Universität in Kabul

Veröffentlicht: Aktualisiert:
KABUL UNIVERSITAET ANGRIFF
Afghanische Sicherheitskräfte reagieren auf einen mutmaßlichen Taliban-Angriff auf die Amerikanische Universität in Kabul | dpa
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  • Unbekannte haben die Amerikanische Universität in Kabul angegriffen
  • Dabei soll es mehrere Verletzte gegeben haben
  • Eine Verbindung zur Taliban kann nicht ausgeschlossen werden

Bei einem Angriff mutmaßlicher Talibankämpfer auf die Amerikanische Universität in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es Verletzte gegeben. Das sagte der Leiter der Kabuler Kliniken, Muhibullah Sir, am Mittwochabend.

Bisher seien zwei Verletzte in ein Krankenhaus gebracht worden, aber die Gegend um die Universität sei abgeriegelt worden. Ambulanzen stünden außerhalb der Absperrung bereit.

Nach einem Bericht des Senders 1TV sind Spezialkräfte vor Ort eingetroffen. Der Sender Tolo TV hatte zuvor berichtet, Angreifer befänden sich auf dem Gelände. Gegen 19.00 Uhr (Ortszeit) war eine laute Explosion zu hören gewesen.

Bisher keine offizielle Stellungnahme der Taliban

Der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Seddiki, bestätigte den Angriff auf die Universität, wollte aber zu Opfern oder Tätern zunächst nichts sagen. Die Sicherheitskräfte versuchten, weitere Details zu bekommen.

Eine talibannahe Quelle twitterte, Talibankämpfer seien auf dem Gelände. Eine offizielle Stellungnahme der Taliban gab es bisher nicht. Talibanangaben sind oft übertrieben.

Wieviele Studenten und Lehrer in der Universität sind, wurde nicht unmittelbar bekannt. Die Hochschule bietet Abendklassen an, die normalerweise rege besucht werden.

Afghanischer Fotograf berichtet von Schusswechseln

Ein Student berichtete über den Kurznachrichtendienst Twitter, dass er, andere Studenten und Lehrer entkommen konnten. Weitere seien noch drinnen. Angehörige und Freunde von Studenten berichteten über soziale Medien, viele der jungen Leute und Lehrer seien in einem gesicherten Raum.

Der bekannte afghanische Fotograf Massud Hussaini hatte ebenfalls per Twitter aus einem Klassenraum berichtet, er höre Schusswechsel. Mädchen weinten.

Erst vor zwei Wochen waren ein australischer und ein US-amerikanischer Professor nahe der Universität aus ihrem Auto heraus von Unbekannten verschleppt worden. Der Präsident der Universität, Mark English, hatte angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern.

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(lk)