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Studie: Die Anhängerschaft der AfD hat sich verändert - 8 beunruhigende Fakten

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FRAUKE PETRY
Die AfD ist im Wandel - und mit ihr ihre Anhänger. | ASSOCIATED PRESS
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Die AfD ist eine Partei im Wandel. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt jetzt: Auch ihre Anhängerschaft hat sich in den vergangenen zwei Jahren verändert.

Hier sind 8 beunruhigende Fakten über die Menschen, die nun mit der AfD sympathisieren:

1. Die Anhänger sind deutlich rechter als früher

Die AfD erhält mit ihrer neuen nationalkonservativen Programmatik viel mehr Zuspruch aus dem rechten Spektrum als in der Anfangszeit. Die DIW-Studie zeigt: Unter denjenigen, die sich selbst politisch “sehr rechts” verorten, neigen aktuell 22 Prozent der AfD zu. Ein Jahr zuvor waren es erst acht Prozent gewesen. Allerdings hatten die Autoren für ihre Studie nur Menschen betrachtet, die sich einer Partei verbunden fühlen. Nichtwähler und typische Wechselwähler bleiben dabei außen vor.

2. Die AfD wird bei Arbeitern immer beliebter

Die vor allem von AfD-Vize Alexander Gauland propagierte Positionierung der Partei als "Partei des kleinen Mannes", setzt sich durch. Der Studie zufolge stieg die Anziehungskraft der Partei zwischen 2014 und 2016 unter Arbeitern von zwei auf elf Prozent, unter Arbeitslosen sogar von 1 Prozent auf 15 Prozent.

3. Auch bei Arbeitslosen erhält die AfD mehr Zuspruch

Unter Menschen ohne Erwerbstätigkeit stieg die Identifikation mit der Afd zwischen 2014 und 2016 sogar von 1 Prozent auf 15 Prozent.

4. Auch unter weniger Gebildeten ist die Anziehung gestiegen

Bei Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss erhöhte sich der Anteil der AfD-Parteibindungen laut der Studie im gleichen Zeitraum von etwa zwei Prozent auf etwa fünf Prozent.

5. Aus dem Osten kommen weit mehr Anhänger als aus dem Westen

Die Ost-West-Differenz hat sich laut der Studie versträrkt. Aktuell wird der Anteil der AfD-Anhänger in den neuen Bundesländer mit elf Prozent mehr als dreimal so hoch geschätzt wie in Westdeutschland. Bei den AfD-Anhängern lässt sich demnach eine stärkere Parteibindung feststellen als bei den Anhängern von Republikanern, DVU und der NPD.

6. Die AfD-Sympathisanten werden jünger

Während man in der Anfangszeit keine Häufung von AfD-Anhängern in bestimmten Altersgruppen fand, so ist nun auch hier eine deutliche Veränderung festzustellen.

Aktuell ist der Anteil der Menschen, die sich der AfD verbunden fühlen, unter den unter 30-Jährigen mit zehn Prozent besonders hoch. In dieser Gruppe ist auch der größte Zuwachs zu verzeichnen.

In der Anfangsphase, als der Partei noch das “Professoren-Partei-Image” anhaftete, war der Zuspruch für die AfD unter den Jungen noch nicht so groß gewesen.

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7. Die meisten Anhänger sind unzufrieden mit der Demokratie in Deutschland

Besonders viele AfD-Anhänger fanden Martin Kroh vom DIW und Karolina Fetz von der Berliner Humboldt Universität außerdem unter Menschen, die damit, wie Demokratie in Deutschland gelebt wird, nicht einverstanden sind.

Von denjenigen, die unzufrieden mit der demokratischen Praxis sind, fühlen sich 26 Prozent mit der AfD verbunden. Nicht wirklich überraschend ist, dass sich unter den Menschen, denen die Zuwanderung keine Sorgen bereitet, überhaupt keine AfD-Anhänger finden.

8. Die AfD ist mit dem Ergebnis der Studie zufrieden

“Die aktuelle DIW-Studie zeichnet ein deutliches Bild, dass wir auf dem Weg zu einer Volkspartei sind”, sagte Georg Pazderski, Mitglied des AfD-Bundesvorstandes.

Vor allem der große Zuspruch junger Menschen sei erfreulich. Einen “Rechtsruck” könne er aus den Ergebnissen der Studie nicht herauslesen.

Die AfD hatte 2015 einen neuen Vorstand gewählt. Parteivorsitzende sind heute Frauke Petry und Jörg Meuthen. Im Mai dieses Jahres verabschiedete die AfD ein nationalkonservatives Grundsatzprogramm.

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(bp)