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10 Jahre wollte niemand den Jungen adoptieren - dann traf das Jugendamt eine folgenreiche Entscheidung

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CHILD ADOPTION
fatesun via Getty Images
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Im Jahr 2003 wurde der kleine Taylor zusammen mit seinen zwei Schwestern adoptiert. Doch es dauerte nicht lange, bis seine neuen Eltern entschieden, dass der Junge nicht zu ihnen passe und ihn einfach in die staatliche Fürsorge zurückgaben.

Zehn Jahre lang versuchte Connie, seine Betreuerin vom Jugendamt, Taylor zu vermitteln – und zehn Jahre lang musste sie zusehen, wie er von keiner Familie akzeptiert wurde. Er galt als "ungezogenes Kind".

"Irgendwie war es immer meine Schuld, aber das habe ich damals nicht gesehen", sagte Taylor. Doch Connie wollte das nicht akzeptieren. "Jedes Kind ist vermittelbar", sagte sie gegenüber der Online Plattform "Little Things".

Niemand wollte den Jungen

Seit Taylor von seinen drogenabhängigen Eltern vernachlässigt worden war, kämpfte er immer mit dem Gefühl, nicht geliebt zu werden.

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"Ich war so wütend, weil ich immer dachte, dass sie mich eh nicht behalten würden. Und habe versucht, sie zu testen", sagte Taylor über seine schlechten Erfahrungen in den verschiedenen Familien. Seine Ängste bewahrheiteten sich leider immer wieder. Niemand schien mit dem Kind klarzukommen.

Connie hatte Mitleid

"Ich konnte nur noch daran denken, wie er sich fühlen muss und, dass er sich selbst dafür verantwortlich macht", sagte Connie. Die Amerikanerin fällte schließlich eine folgenschwere Entscheidung: Sie füllte den Antrag für die Adoption von Taylor aus.

Nach über zehn Jahren ist Connie jetzt offiziell die Mutter von Taylor. "Hier gehöre ich hin", sagte der Junge. "Sie kennt meine schlechtesten Seiten, aber sie liebt mich trotzdem."

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