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Mutter nimmt autistischen Sohn aus der Schule - damit er Chancen auf den Nobelpreis hat

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JACOB BARNETT
Jacob Barnett spricht 2012 bei TEDxTeen über Quantenmechanik | YouTube/TEDxTalks
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Als Jacob Barnett zwei Jahre alt ist, diagnostizieren Ärzte moderaten bis schweren Autismus bei dem Jungen. Er wird vermutlich niemals lernen zu sprechen oder zu lesen, so die Meinung der Experten. Zudem sei er den Ärzten zufolge äußerst schwer erziehbar.

Heute gilt Jacob als Wunderkind mit einem IQ von 170. Höher als der von Einstein. Experten sprechen davon, dass er auf dem besten Weg ist, den Nobelpreis zu gewinnen.

"Die Theorie, an der er arbeitet, beinhaltet einige der schwierigsten Probleme in der Astrophysik und der theoretischen Physik“, erklärt Professor Scott Tremaine von der Princeton Universität der Tageszeitung „Indianapolis Star“. "Wer diese Probleme löst, kommt definitiv in die engere Auswahl für den Nobelpreis.“

Mit elf Jahren begann er das Studium der Festkörperphysik an der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana. Dort arbeitete er daran, die Relativitätstheorie weiterzuentwickeln und beeindruckte so Wissenschaftler vom Institute for Advanced Studies in Princeton.

Als Jacob dreieinhalb Jahre alt war, besuchte er gemeinsam mit seiner Mutter, Kristine Barnett, ein Planetarium. Wie die Nachrichtenplattform gute-nachrichten.com berichtet, hielt ein Professor dort am selben Tag einen Vortrag, dem der Junge aufmerksam folgte.

Sobald der Professor eine Frage stellte, beantwortete der Dreijährige sie. Und zwar richtig. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Lage, die physikalischen Zusammenhänge zwischen Planeten zu erkennen und zu erklären.

In der Schule war er unterfordert

In der Schule galt Jacob als bockiges und unkooperatives Kind. Seine Mutter entschied sich dazu, ihren Sohn schon in jungen Jahren aus der Schule für behinderte Kinder zu holen, um die Erziehung selbst in die Hand zu nehmen.

Über die anfänglichen Schwierigkeiten und die Strapazen des Alltags schrieb Kristine Barnett ein Buch mit dem Titel „Die Erleuchtung: Die Geschichte einer Mutter, die ein Genie umsorgt“.

Kristin sorgte dafür, dass Jacob sich näher mit den Themen auseinandersetzen konnte, die ihn wirklich interessierten. Sie förderte ihren Sohn und achtete gleichzeitig darauf, dass er auch Kontakt zu Gleichaltrigen ohne eine Behinderung hat.

Internationale Vorträge und Forschungsarbeit an der Universität

Wie das Online-Portal "t-online.de" berichtet, schreibt der 17-jährige momentan an seiner Doktorarbeit in Quantenphysik und hält kostenlose Vorlesungen auf YouTube.

2012 hielt er einen Vortrag über Quantenmechanik auf der Jugendversion der renommierten TED-Konferenz, TEDxTeen, und begeisterte die Zuhörer mit seinem Wissen.

Inzwischen ist er der jüngste Wissenschaftler, der an der Universität Indiana angestellt ist und für seine Forschung bezahlt wird.

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Die Diagnose, die seine Mutter vor 15 Jahren erhalten hat, wurde inzwischen korrigiert. Jacob sei kein Autist per se, er habe das Asperger-Syndrom.

Das Asperger-Syndrom ist eine abgeschwächte Form des Autismus, die auf den ersten Blick oft nicht erkennbar ist. Wir warten gespannt auf Neuigkeiten von Jacob Barnett und sind uns sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis wir etwas Großes von ihm hören.

Vielleicht ja eine Nominierung für den nächsten Nobelpreis...

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(pb)