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Prince: Waren seine Medikamente falsch beschriftet?

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Im Todesfall Prince gibt es neue Erkenntnisse

Prince (1958-2016, "Rock and Roll Love Affair") starb am 21. April an einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl. Jetzt gibt es schockierende Neuigkeiten zum Tod des Sängers: Wie unter anderem "Star Tribune" berichtet, wurden in seinem Anwesen falsch beschriftete Medikamente gefunden. Statt einem Mix aus Paracetamol und Hydrocodon, das mit "Watson 385" beschriftet war, fanden Ermittler in mindestens einer Pillendose das viel stärkere und für Prince tödliche Fentanyl.

War es eine Verwechslung?

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Ist es also möglich, dass dem Sänger gar nicht bewusst war, welche Tabletten er an seinem Todestag zu sich genommen hat? Dem Bericht zufolge besaß der Popstar kein Rezept für Fentanyl. Und dass, obwohl das Opioid 50-mal stärker wirkt als Heroin. Die Ermittler gehen offenbar davon aus, dass Prince das Medikament versehentlich einnahm, ohne zu wissen, um was es sich dabei handelte. Woher das Präparat stammte, konnte bisher noch nicht geklärt werden.

Falls Prince das Mittel versehentlich schluckte, ist sein Tod kein Einzelfall. In den USA sterben laut "Star Tribune" immer wieder Menschen unabsichtlich an einer Fentanyl-Überdosis. Der Grund: Fälscher mischen die Substanz offenbar häufig unter andere Arzneimittel. Auch Drogen wie Heroin oder Kokain würden oft damit versetzt.