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Mit diesem Trick hielt sich eine schwäbische Stadt Salafisten vom Hals

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MOSCHEE
Gemäßigte Stadtteilmoscheen gibt es überall im Land (Symbolbild) - als in Fellbach jedoch ein extremistisches Zentrum entstehen sollte, wehrte sich die Stadt | Getty
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  • Ein politischer Kniff hat verhindert, dass sich im schwäbischen Fellbach Salafisten ansiedeln
  • Die Stadt änderte den Bebauungsplan, um die Einrichtung eines Missionierungszentrums zu verhindern

Im schwäbischen Fellbach drohte Ungemach: Ein salafistischer Verein plante, dort ein Missionierungszentrum aufzubauen. Daraus wurde nichts. Anderthalb Jahre ist das her, nun äußerte sich ein Sprecher der Stadt nach einem "Spiegel"-Bericht öffentlich über den Vorfall.

Gegen die Salafisten behalf sich die 45.000-Einwohner-Stadt demnach mit einem politischen Trick: Der Gemeinderat änderte den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet, in dem drei Gesellschafter aus Kuwait ein früheres Produktionsgebäude kaufen wollten. In dem Plan wurde festgeschrieben, dass religiöse Versammlungen in dem Gebiet verboten sind. Auch eine sportliche und kulturelle Nutzung wurde durch den Plan blockiert.

Rechtzeitiger Tipp von Ermittlern

Das Gebäude hatten drei Beteiligte einer GmbH für gut eine Million Euro kaufen wollen. Beim Geschäftsführer der Firma soll es sich um einen Imam aus Sindelfingen handeln, gegen den laut "Spiegel" Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat laufen.

Der Tipp zum Plan der Salafisten kam demnach vom Landeskriminalamt: Die Ermittler warnten Bürgermeister Boris Palm (CDU), dass Extremisten versuchten, sich in seiner Stadt anzusiedeln.

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