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Baby klaut Haarkur für 65 Cent - Mutter bekommt die ganze Härte des Gesetzes zu spüren

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BABY SUPERMARKET
Baby smiling in shopping cart in grocery store | Dennis Hallinan via Getty Images
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  • Ladendetektiv wird auf junge Mutter aufmerksam
  • Ihr Baby steckte eine Haarkur ein
  • Nun muss sie eine hohe Strafe bezahlen

Die junge Mutter Nora A. muss für das Verhalten ihres Babys eine hohe Strafe zahlen, wie das Online-Portal "Focus Online" berichtet. Seit Nora A. mit ihrem Sohn im Drogeriemarkt in Neustadt bei Hannover einkaufen war, hat sie Hausverbot.

Dabei schob sie ihr sieben Monate altes Baby im Kinderwagen ganz normal durch das Geschäft und bezahlte anschließend an der Kasse ihre Einkäufe. Doch als sie den Drogeriemarkt verließ, sprach sie ein Ladendetektiv an.

Der Ladendetektiv hatte sie beobachtet

Nora A. willigte, in dem Glauben nichts zu verbergen, einer Durchsuchung zu. Der Ladendetektiv wandte sich jedoch zielstrebig dem Baby zu und nahm dem kleinen Jungen eine Haarkur ab.

Das Produkt für 65 Cent hatte das Baby wohl im Laden entwendet. Die 21-Jährige musste daraufhin mit zur Filialleitung und dort ihre gesamte Tasche und den Kinderwagen ausräumen.

Die Filialleitung erteilt Hausverbot

Anschließend wurde eine Diebstahlsanzeige verfasst. Weder die Filialleitung noch der Ladendetektiv hatten Mitleid mit der jungen Mutter.

Stattdessen ließen sie Nora A. 75 Euro als Strafe zahlen und erteilten ihr Hausverbot. Die Filialleitung erklärte, dass sie verpflichtet sei, vor Verlassen des Geschäfts jedes Mal zu prüfen, dass alle Waren bezahlt seien.

Die junge Mutter erhält Post vom Gericht

Und das Baby müsse sie eben auch überprüfen. Nora A. ärgerte sich über den Vorfall, aber wehrte sich nicht gegen die Strafzahlung oder das Hausverbot.

Doch nun, fast acht Monate später, bekam die Mutter Post vom Amtsgericht. Darin wird Nora A. aufgefordert, eine Strafe von 20 Tagessätzen à 10 Euro zu begleichen.

Ersatzweise könne sie eine 20-tägige Haft absitzen. Zusätzlich kostet das Verhängen der Ersatz-Freiheitsstrafe 70 Euro und dann berechnet das Amtsgericht noch 3,50 Euro für das Einschreiben.

Insgesamt kostet die vom Baby gegriffene Haarkur also zusätzlich zur bereits vom Geschäft verhängten Strafe nochmal 273,50 Euro. Nora A. ist fassungslos angesichts der hohen Strafe für den Diebstahl ihres Sohnes.

Immerhin entgeht sie einer Vorstrafe, die es ab 90 Tagessätzen gibt.

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(pb)