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Angela Merkel: „Türkischstämmige müssen Loyalität zu Deutschland entwickeln"

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ANGELA MERKEL
Angela Merkel bei einer Pressekonferenz auf einem Flugzeugträger am 22. August | VINCENZO PINTO via Getty Images
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  • Angela Merkel hat eine Botschaft an die Türken in Deutschland
  • Die Kanzlerin erwartet, dass sie Loyalität zum Land entwickeln
  • Merkel äußerte sich auch zu den Entwicklungen in der Flüchtlingskrise

Angela Merkel hat in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ (PNP)über die Beziehung zur Türkei und über die Türken in Deutschland gesprochen.

An die Türken in Deutschland hat Merkel folgende Erwartung: "Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln", sagte die Kanzlerin der "PNP".

Dazu würde enger Kontakt zu den Migrantenverbänden gehalten. "Dafür versuchen wir, für ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und sie zu verstehen", sagte Merkel.

Kanzlerin lobt Griechenland

In Hinblick auf die Einmischungsversuche der Türkei in Deutschland sagte sie: Für alle, die in Deutschland leben, gelte die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, ergänzte Merkel mit Blick auf Kundgebungen türkischer Gruppen. Die Demonstrationen müssten allerdings friedlich bleiben.

Dass die Türkei den Flüchtlingspakt mit der EU aufkündigt, fürchtet Merkel nicht. Sie sagte: "Wir werden unsere Zusagen (gegenüber der Türkei, Anm. d. Red.) einhalten, aber für die Visafreiheit gelten auch klare Bedingungen – und die sind noch nicht erfüllt." Zuletzt hatte es aus der Türkei geheißen, dass der Flüchtlingspakt nur Bestand habe, falls die Visafreiheit für Türken komme.

Merkel sagte auch, dass sie mit der europäischen Flüchtlingspolitik unzufrieden sei. Im Interview mit der „PNP“ sagte sie, "dass Europa mit erst 3000 verteilten Flüchtlingen aus Griechenland noch keineswegs das getan hat, was man von den Mitgliedsstaaten erwarten kann". Und weiter: "Wir sind beim Europäischen Asylsystem noch nicht überall soweit, wie ich mir das wünsche."

Ein Land lobte sie aber ausdrücklich: Griechenland. Dort seien nach Schließung der Balkan-Route etwa 45.000 Migranten angekommen. "Das ist - verglichen mit der Einwohnerzahl - so, als kämen 360.000 Flüchtlinge in wenigen Wochen nach Deutschland."

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