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Wie er sein Haus strich, machte seine Immobilie quasi wertlos

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Es war eine sehr spontane Idee. Aber als sie sich einmal in seinem Kopf festgesetzt hatte, wollte Aaron Jackson sie unbedingt verwirklichen. Egal, was das für den Wert seines Hauses bedeuten würde. Und so strich er sein Haus einfach so an, wie er wollte.

Ziemlich bunt

Aaron Jackson ist einer der Gründer einer Wohltätigkeitsorganisation, die Spenden für die Regenwaldrettung und Waisenkinder sammelt. Aber es gibt noch ein weiteres Thema, das ihm sehr am Herzen liegt.

Eines Tages sah Jackson einen Bericht über die Westboro Baptist Church. Die WBC, wie sie abgekürzt wird, ist eine religiöse Vereinigung im US-Bundesstaat Kansas, die sich vor allem durch "Hate Speech" auszeichnet. Also öffentlich vorgetragener Hass gegen diverse Bevölkerungsgruppen. Im Falle der WBC sind das: Homosexuelle, Katholiken, Muslime, Juden, amerikanische Soldaten sowie Politiker. Also ziemlich viele Menschen.

In dem Bericht wurde auch ein zehnjähriger Junge gezeigt, der gegen die WBC mit einem Schild protestierte: "Gott hasst niemanden!"

Dieser Spruch berührte Jackson so sehr, dass er beschloss, mehr über die WBC zu erfahren. Er suchte die Kirche unter anderem über Google Earth und während er die Umgebung der Kirche betrachtete, entdeckte er ein "Zu verkaufen"-Schild.

Ein kleiner Hinweis nur, doch er brachte Jackson auf eine Idee.

Er beschloss, für seine Wohltätigkeitsorganisation "Planting Peace", das Haus direkt gegenüber der Kirche zu kaufen. Und es dann in den Regenbogenfarben der LGBT-Bewegung anzustreichen. Er nannte es: "Equality House" (in etwa: Gleichberechtigungs-Haus).

Zeichen gegen den Hass

Mit dem Haus möchte "Planting Peace" ein Zeichen gegen die offen vorgetragene Homophobie der Kirchenmitglieder setzen. Der WBC gehören viele Immobilien in Jacksons Nachbarschaft - wir können also davon ausgehen, dass der Wert seiner Immobilie und der Wert der direkt angrenzenden Immobilien für die Kirchenmitglieder um einiges gesunken sein dürfte.

Doch darum geht es Jackson nicht: "Wir möchten, dass dieses Haus ein Zeichen dafür ist, dass es neben Hass auch Liebe gibt. Und wir möchten Aufmerksamkeit erzeugen und Spenden sammeln um Programme gegen Mobbing finanzieren zu können", sagte er.

Aaron Jackson ist klar, dass die WBC gerade davon lebt, dass sie so viel Aufmerksamkeit der Medien erhält. Aber das bedeute eben nicht, dass man sich mit deren Hass nicht auseinandersetzen sollte. "Der Plan ist: Wir nutzen einfach die ganze negative Energie und verwandeln sie in etwas Positives."

Hier könnt ihr mehr über Jackson Haus und die Organisation erfahren.

Und so sah das Haus vorher aus:

Das passiert mit deinem Körper, wenn du zum Frühstück zwei Eier isst

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(juk)