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Christlicher US-Politiker hetzt gegen Schwule - die Strafe Gottes folgt prompt

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TONY PERKINS
Tony Perkins wurde Opfer einer Naturkatastrophe | Alex Wong via Getty Images
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Der US-Bundesstaat Louisiana hat aktuell mit heftigen Überschwemmungen zu kämpfen. Etwa 20.000 Menschen sind von der Flut betroffen.

Eines der Flutopfer ist Tony Perkins. Der republikanische Politiker ist der Chef der Lobbyorganisation Family Research Council, die sich dem Kampf für christliche Werte und gegen Abtreibung und Homosexualität verschrieben hat.

Auf Facebook postete er Fotos von seinem Haus in den Fluten:

Natürlich wünschen wir niemandem, Opfer einer Naturkatastrophe zu werden. Doch dass gerade Perkins von einer, laut eigener Aussage, "Flut biblischen Ausmaßes" betroffen war und sogar sein Haus verlassen musste, kann man durchaus als kleine Ironie des Schicksals beschreiben.

Naturkatastrophen als Strafen für Sünder

Perkins ist bekannt für Hasstiraden gegen Homosexuelle und leistete sich bereits einige verbale Fehltritte. So behauptete der frühere Abgeordnete im Kongress von Louisiana, Pädophilie, Alkohol- und Drogensucht seien "Schwulen-Probleme".

Naturkatastrophen hält Perkins übrigens für Strafen Gottes. Der vor Zorn schäumende Allmächtige möchte damit - wir ahnten es bereits - die Welt wegen ihrem Hang zur gleichgeschlechtlichen Liebe bestrafen.

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Das Internet vergisst natürlich nichts und als bekannt wurde, dass ausgerechnet Perkins den "Zorn Gottes" auf sich gezogen hatte, wurde der Politiker auf Twitter mit Hohn und Spott überhäuft:

Ein paar Beispiele gefällig?

"Gott versucht, Tony Perkins etwas zu sagen. In diesem Augenblick. Er sollte zuhören", schreibt eine Userin.

Auf diesem Account geht man mit Perkins etwas härter ins Gericht: "Der bigotte Pastor Tony Perkins, der behauptet, Naturkatastrophen seien der Zorn Gottes auf Homosexuelle und Liberale, hat sein Haus in den Fluten verloren".

Und dieser User spottet amüsiert: "Das ist das dramatischste Outing, das ich je gesehen habe".

Gott ist übrigens auch auf Twitter und er zeigt keine Gnade: "Jahrelang hat Perkins behauptet, dass Naturkatastrophen die Strafe für Sünden seien. Also habe ich ihm eine Flut geschickt, die sein Haus zerstört".

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