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Drama auf der Autobahn: Betonklotz-Werfer in Dänemark töten Mutter aus Deutschland

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Deutsch-dänische Grenze | Sean Gallup via Getty Images
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Unbekannte Betonklotz-Werfer haben auf einer dänischen Autobahn eine Deutsche getötet. Die 33-Jährige aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen war am frühen Sonntagmorgen mit ihrem Mann und ihrem fünfjährigen Sohn auf der Insel Fünen in Richtung Deutschland unterwegs, als der von einer Brücke geworfene Klotz ihr Auto traf, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Frau saß demnach auf dem Sitz hinter dem Fahrer und war sofort tot. Der 36-jährige Familienvater, der am Steuer saß, wurde schwer verletzt. Der Junge kam ohne größere Verletzungen davon. Er saß ebenfalls auf dem Rücksitz.

Nach den Tätern wurde am Sonntagabend noch gefahndet. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie mehrere Steine von der Brücke auf die Autobahn E20 - die Hauptverbindung zwischen Schweden und Westdänemark - warfen, aber nicht alle trafen.

Erwachsener musste an der Tat beteiligt sein

Sie veröffentlichten am Sonntag Bilder von zwei Klötzen mit 9,5 und 30 Kilogramm Gewicht. Bei einem handelt es sich um einen speziellen Eckstein, der zum Bau von hohen Mauern genutzt wird. Bauunternehmen und Maurer wurden aufgefordert, ihre Bestände zu überprüfen.

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(Ein beschlagnahmter Betonklotz, aufgenommen am 21.08.2016 in Kopenhagen. Quelle: dpa)

Man gehe nicht davon aus, dass es sich um einen Dumme-Jungen-Streich handle, sagte ein Polizeisprecher dem Dänischen Rundfunk. Die Steine seien so schwer gewesen, dass mindestens ein Erwachsener an der Tat beteiligt gewesen sein müsse.

Im Januar dieses Jahres soll schon einmal eine 30 Kilo schwere Betonplatte von der Brücke geworfen worden sein. Getroffen wurde das Auto einer Familie. Die Mutter wurde am Kopf verletzt. Am selben Tag soll dort ein deutsches Auto mit Steinen beworfen, aber nicht getroffen worden sein.

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