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Supermarkt-Angestellte nennen Jungen "fett" - Mutter nennt Entschädigung "Witz"

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MUTTER
Mutter hört, wie Supermarkt-Angestellte ihren Sohn "fett" nennen – doch das Schlimmste ist ihre Entschuldigung | M.E.N. Syndication
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Eine Mutter behauptet, in der britischen Supermarktkette Asda mitgehört zu haben, wie Angestellte ihren achtjährigen Sohn "fett“ nannten.

Doch es war erst die Entschuldigung des Managers, die sie endgültig zum Ausrasten brachte.

Louise Walker wollte mit ihrem Sohn Reece Stevenson in einem Einkaufszentrum in Cheetham Hill im britischen Manchester am Freitag, den 29. Juli, ein Planschbecken kaufen, als es zu dem Zwischenfall kam.

Die 31-Jährige aus Salford sagt, dass ihr Sohn sie nach dem Vorfall gefragt habe: "Warum haben sie das getan? Ich kann doch nichts dafür.“

Der Junge hat die abschätzigen Kommentare selbst nicht gehört

Der kleine Reece lief der Mutter zufolge auf eine Rolltreppe zu, als er an ein paar Mitarbeitern des Supermarkts vorbeikam, die den Jungen laut als "fett“ bezeichneten.

"Die Mitarbeiter haben wohl nicht gesehen, dass ich direkt hinter meinem Sohn war, und dachten, niemand hätte es gehört, aber leider war dem nicht so“, sagte Walker im Gespräch mit den "Manchester Evening News“.

"Ich konnte es nicht glauben. Ich war außer mir. Ich konfrontierte die Angestellten, die sich verteidigten und meinten, sie hätten über eine Frau geredet – doch da war niemand sonst zu diesem Zeitpunkt.“

Der Manager bot der Familie als Entschädigung einen 11-Euro-Gutschein

Die Mutter lief nach dem Vorfall durch den Laden, um sich zu beruhigen. Dann beschwerte sie sich bei einem Vorgesetzten. Die Angestellten gaben dann auch zu, dass sie tatsächlich über den Jungen gesprochen hatten. Der Manager des Supermarktes bot der Familie einen Gutschein im Wert von umgerechnet 11 Euro als Entschuldigung an.

Walkers Sohn selbst hatte die Worte der Mitarbeiter nicht gehört. Allerdings erfuhr er später davon, als seine Mutter mit dem Vorgesetzten sprach. Der Junge sei sehr empfindlich, was sein Gewicht angeht, sagte Walker.

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"Reece ist nicht fett – er ist klein und ein wenig pummelig, aber er ist auch noch sehr jung. Dennoch macht er sich über sein Gewicht Gedanken“, sagte die Mutter. "Ein 11 Euro-Gutschein ist doch ein Witz. Das ist doch keine Wiedergutmachung für das, was ihm widerfahren ist. Was vorgefallen ist, ist sehr persönlich und überhaupt nicht nett“.

Die Manager des Supermarkts behaupten, dem Jungen einen Gutschein mit höherem Wert angeboten zu haben. Eine Sprecherin des Unternehmens wollte keine Auskunft darüber geben, ob die Mitarbeiter ermahnt wurden.

"Es tut uns sehr leid, was passiert ist, und wir versuchen herauszufinden, wie man das künftig besser machen kann“, sagte sie. "Meine Kollegen haben sich direkt bei dem Jungen entschuldigt und ihren guten Willen gezeigt, das Geschehene wieder gut zu machen.“

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post UK und wurde von Valentina Resetarits übersetzt.

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