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Achtung, Vergiftungs-Gefahr: Diese Gemüsesorten solltest du nie roh essen

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GEMSE GIFTIG
Gemüse kann giftig sein | iStock/Canva
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Rohkost, vegane Ernährung, grüne Smoothies: Gemüse liegt im Trend.

Wir glauben, dass wir uns mit der vermeintlich gesunden Beilage etwas Gutes tun. Doch wir haben gute Nachrichten für alle Anhänger der Currywurst-Diät. Falsch zubereitet kann das Grünzeug sogar tödlich sein. Spaß beiseite, es gibt wirklich einige Dinge, die ihr bei der Zubereitung von Gemüse beachten solltet.

Rhabarber: Viele lieben das Saisongemüse auf Kuchen oder als Kompott, doch Finger weg von der rohen Pflanze: Die Stangen und vor allem die Blätter von Rhabarber enthalten Oxalsäure. Die schadet nicht nur den Zähnen, sondern kann sogar Nierensteine verursachen. In großen Mengen kommt es beim rohen Verzehr zu Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Erbrechen. Wichtiger Tipp: Je später im Jahr Rhabarber geerntet wird, desto höher ist die Oxalsäurekonzentration.

Kartoffeln: Sie enthalten zur Abwehr von Schädlingen in der Schale verschiedene Naturgifte, vor allem das bitter schmeckende Solanin. Das Alkaloid belastet die Leber, verursacht Kopfschmerzen und kann zu Magen- und Darmproblemen führen. Wenn die Kartoffeln schon gekeimt haben, dann sollten sie am besten gleich entsorgt werden, da das Gift auch in die Knolle vorgedrungen sein kann.

Rote Beete: Hier gilt das gleiche wie für Rhabarber: Die Rübensorte sollte immer gut gekocht und geschält werden, da auch sie Oxalsäure enthält. Das Gemüse bloß nicht mehrmals aufwärmen, da sonst das enthaltene Nitrat in krebserregende Nitrosamine umgewandelt wird.

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Muskatnuss: Eine Prise in den Kartoffelbrei ist völlig unbedenklich – aber bereits ab fünf Gramm Muskatnuss kann es zu Rauschzuständen oder Vergiftungen kommen. Grund ist das ätherische Öl Myristicin: Es ist hochgiftig.

Auberginen: Die Aubergine zählt wie die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen und enthält Solanin, deswegen sollte das Gemüse immer erhitzt werden.

Holunder: Diese Pflanze am besten nur als Sirup genießen – durch das Erhitzen wird das Gift Sambunigrin, das Holunder enthält, unwirksam.

Bohnen: Egal ob grün, weiß oder rot. Bohnen bitte niemals roh essen – die Schoten weisen ungekocht nämlich einen hohen Teil an Phasin auf. Diese Eiweißverbindungen können Magen-Darmprobleme verursachen und bewirken, dass die roten Blutkörperchen verkleben. Im Extremfall kann das zum Tod führen. Gekochte Bohnen dagegen sind völlig ungefährlich – wenn sie mindestens 15 Minuten bei mindestens 90 Grad gegart werden.

Pilze: Bei Champignons aus dem Supermarkt besteht keine Gefahr. Wildpilze, wie Pfifferlinge dagegen, sollten immer erhitzt werden, da sie im rohen Zustand unverträglich sind und den Fuchsbandwurm übertragen können.

Tomaten: Auch Tomaten sind Nachtschattengewächse, aber enthalten, wenn sie reif sind, relativ wenig Solanin. Deswegen reicht es die grünen Stellen, Strunk und Stängel vor dem Essen zu entfernen.

Keimlinge: Auch wenn man sie gerne roh als Topping für den Salat benutzt: Keimlinge sollten vorher kurz bei mindestens 90 Grad blanchiert werden. Sie können stark mit Keimen belastet sein und sollen für den EHEC-Ausbruch 2011 verantwortlich gewesen sein.

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(glm)