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Mehr als 600 Abschiebungen per Flugzeug seit 2015 kurzfristig gestoppt

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  • Seit 2015 sind mehr als 600 Abschiebungen kurzfristig gestoppt worden
  • Das berichtet die Zeitung "Bild" unter Berufung auf das Innenministerium
  • Piloten und Fluglinien weigerten sich, die Migranten mitzunehmen

Seit Anfang 2015 sind nach einem Medienbericht mehr als 600 Abschiebungen per Flugzeug aus Deutschland im letzten Moment gestoppt worden.

Das geschah in mehr als 330 Fällen, weil sich die Migranten heftig wehrten, wie die Boulevardzeitung "Bild" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium berichtet.

Fluglinien und Piloten weigerten sich

Demnach weigerten sich zudem 160 Mal Fluglinien oder Piloten, die Migranten mitzunehmen. Die mehr als 600 abgebrochenen Zwangsrückführungen ereigneten sich im Zeitraum zwischen Anfang vergangenen Jahres und Ende Juni 2016.

Am häufigsten stoppten den Angaben zufolge Migranten aus den afrikanischen Ländern Eritrea und Gambia durch Widerstand ihre bereits laufenden Abschiebungen (34 beziehungsweise 33 Fälle).

Mehr als 32.000 Abschiebungen per Flugzeug

Das Blatt gab nicht an, wie es nach den Abbrüchen weiterging.

Um die Zahlen einordnen zu können, muss man bedenken: Den Recherchen der Zeitung nach gab es im gleichen Zeitraum mehr als 32.000 Abschiebungen per Flugzeug. Die kurzfristig gestoppten betrugen also weniger als zwei Prozent der Fälle.

32 283 Migranten sind von Anfang 2015 bis Ende Juni 2016 per Flugzeug aus Deutschland abgeschoben worden.

Deutsche wegen Protest gegen Abschiebung aus Flugzeug geworfen

In Brüssel sind zwei Deutsche wegen eines spontanen Aufstands gegen die Abschiebung eines schreienden Migranten nach Kamerun eines Flugzeugs verwiesen worden.

Auch drei Franzosen und ein Kameruner mussten ein Flugzeug verlassen, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch berichtete. Der Mann wurde wie seine Unterstützer aus der Maschine gebracht, soll aber noch diese Woche mit einem anderen Flug nach Kamerun abgeschoben werden.

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(sk)