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Johnny Depp und Amber Heard: Ist der Scheidungskrieg endlich vorbei?

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Amber Heard und Johnny Depp - hier im Sommer 2015 - haben sich im Scheidungskrieg doch noch die Hände gereicht

Immer skurriler, blutiger und abseitiger schienen zuletzt die Meldungen über die schmerzhafte Trennung von Johnny Depp (53, "Fluch der Karibik") und Amber Heard (30, "Magic Mike XXL") zu werden. Und auf einmal kommt alles ganz anders. Wenige Stunden nach Spekulationen über eine eifersuchts-induzierte Selbstverstümmelung Depps - der Star habe sich eine Fingerkuppe abgeschnitten, hieß es - hat das Paar Beobachter in aller Welt überrascht. Und zwar mit einem Statement über eine gütliche Einigung. Das gerichtliche Scheidungsverfahren ist abgesagt.

Nach Informationen des US-Klatschportals "TMZ.com" hat Heard zudem den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen Depp zurückgezogen. Ursprünglich hatte sie behauptet, Depp habe sie geschlagen, dieser Vorwurf ist damit zumindest juristisch vom Tisch. Laut "TMZ" zahlt Depp nun sieben Millionen Dollar an Heard, um den Scheidungs-Streit beizulegen. Heard hatte acht Millionen Dollar von ihrem Noch-Ehemann gefordert. Sie will offenbar Teile der Zahlungen an gemeinnützige Organisationen spenden.

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Statement lässt Raum für Spekulationen

Noch interessanter sind aber beinahe die sorgsam formulierten Sätze, die Heard und Depp an die Presse aussandten - oder vielmehr das, was zwischen den Zeilen zu lesen ist. So heißt es in dem Statement, keiner der beiden habe je beabsichtigt, dem anderen "physischen oder emotionalen Schaden zuzufügen". Zudem habe niemand "falsche Behauptungen aufgestellt, um finanzielle Vorteile" zu erzielen. Ob es zu "unbeabsichtigten" emotionalen oder physischen Verletzungen gekommen ist, oder ob ohne Finanzinteressen falsche Behauptungen in die Welt gesetzt wurden - darüber dürfen die Leser vorerst weiter spekulieren.

"Immer von Liebe geprägt"

Heard hatte Ende Mai die Scheidung von Depp eingereicht. In der Folge eskalierte die Schlammschlacht zwischen den Noch-Eheleuten in rasendem Tempo. So behauptete ein Freund Depps, Amber Heard erpresse den Star mithilfe falscher Misshandlungsvorwürfe. Andererseits war ein Video eines Ausrasters Depps aufgetaucht - das allerdings bearbeitet worden sei, wie Vertraute des Stars eilends versicherten. Am vergangenen Samstag war Heard nun erstmals vor Gericht befragt worden. Danach hatten die Anwälte beider Seiten offenbar doch entschieden, einen Prozess tunlichst zu vermeiden.

So oder so wollen Depp und Heard nun ein versöhnliches Fazit ziehen: "Unsere Beziehung war wahnsinnig leidenschaftlich und zeitweise unberechenbar, aber immer von Liebe geprägt", heißt es im Statement der beiden.