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Deutschen Restaurants reicht es: Das droht Gästen, die nicht aufessen

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FOOD WASTE
Jeder Deutsche wirft täglich 225 Gramm Lebensmittel in den Müll | peder77 via Getty Images
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Um sich gegen die unnötige Verschwendung von Lebensmitteln zu wehren, haben einige Gastronome ein neues Konzept entwickelt: Wer nicht aufisst, der zahlt.

Der Stuttgarter Restaurantchef Guoyu Luan hält nichts von Essensresten. Wer bei seinem Angebot “Taste 120” den Teller nicht leer isst, muss ab sofort zahlen. Auch andere Restaurants lassen sich von diesem Konzept inspirieren und möchten etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln unternehmen.

Besonders bei All-You-Can-Eat-Angeboten werden viele Reste weggeworfen

Besonders asiatische Restaurant wie das “Youki” in Stuttgart müssen aufgrund des klassischen All-You-Can-Eat-Angebots häufig eine große Menge an Essensresten wegwerfen. Von dem neuen Konzept erhoffen sich die Gastronomen einen verantwortlicheren Umgang mit Lebensmitteln.

Das Prinzip von “Taste 21” im “Youki” ist simpel: 120 Minuten lang dürfen die Gäste über ein IPad so viele Gerichte ordern, wie sie wollen. Damit nicht allzu viele Lebensmittel übrig bleiben, sind nicht mehr als fünf Gerichte pro Bestellung erlaubt.

Dennoch schätzen viele ihren Hunger größer ein, als er letztendlich ist. Durch die neue Regelung erhofft sich Guoyu Lan, das Bewusstsein für den Wert des Essens zu schärfen und somit die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen.

Wer nicht aufisst, muss ab sofort zahlen

Natürlich möchte Guoyu Lan seine Gäste nicht verärgern, dennoch besteht er darauf: Es heißt, “all you can eat” und nicht “all you can wegschmeißen”. Der 40 Jahre alte gebürtige Chinese kommt aus einer Familie, in der immer sehr sparsam mit Lebensmitteln umgegangen wurde. Auch nach mehr als 20 Jahren in der Branche, möchte er weiterhin nach diesem Prinzip handeln und dies auch seinen Gästen nahelegen.

Immer mehr Restaurants schließen sich Guoyu an. Das Düsseldorfer Restaurant “Okinii” erklärt beispielsweise schon auf der Internetseite: “Verschwendung wird nicht geschätzt – bestellen Sie bitte nur so viel, wie Sie verzehren können”.

Bleiben dennoch Speisereste auf den Tellern zurück, werden diese den Gästen in Rechnung gestellt. So zahlt man hier für übrig gebliebenes Sushi und Salate ein Euro pro Stück, für warme Gerichte zwei Euro.

Das durch Überbestellungen eingenommene Geld wird im Stuttgarter Restaurant “Yuoki” sogar gespendet. Seit der Eröffnung kamen so etwa 900 bis 1000 Euro zusammen, erklärt Guoyu Luan.

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(cho)