Huffpost Germany

Bürgerkrieg in Syrien: Merkel wirft Putin Zynismus vor

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MERKEL
Attacke gegen Putin: Merkel wirft Moskau Zynismus vor | Hannibal Hanschke / Reuters
Drucken
  • Merkel hat Putin zu einer Waffenruhe in der syrischen Stadt Aleppo aufgefordert
  • Sie wirft Russland Zynismus vor

So deutlich hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel schon lange nicht mehr mahnend in Richtung Russland gewandt. Gegenstand der Kritik: der Einsatz russischer Streitkräfte in Syrien.

Die Bundesregierung hat Präsident Wladimir Putin eindringlich zu einer Waffenruhe in Aleppo aufgefordert.

"Das Elend der Menschen ist nicht zu lindern, wenn drei Stunden Feuerpause am Tag verkündet werden", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Das soll wie ein Entgegenkommen klingen, ist aber eigentlich Zynismus."

Russlands Entscheidung, ob "in Aleppo weiter gestorben" werde

Nötig seien umgehend von den Vereinten Nationen kontrollierte Zugänge zur Versorgung der Menschen und ein zumindest befristeter Waffenstillstand.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) höre die Hilferufe der Eingeschlossenen und die Appelle von Ärzten, die noch in Aleppo sind. Es sei in erster Linie die Entscheidung Moskaus und der syrischen Regierung, "ob in Aleppo weiter gestorben wird".

Die Bundesregierung begrüßte den von syrisch-kurdischen Truppen verkündeten Rückzug der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der nordsyrischen Stadt Manbidsch. Dies zeige, "dass es möglich ist, den IS zurückzudrängen, ihm den Siegernimbus zu nehmen", sagte Seibert.

Mehrere Städte konnten schon aus den Fängen des IS befreit werden

In einer weiteren Stadt sei es gelungen, "die verbrecherische Herrschaft des IS zu brechen und damit die Menschen zu befreien von einer totalitären, islamistischen Diktatur, von Sklaverei, ja von Schändung und von willkürlicher Grausamkeit".