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5 Gründe, wieso jede Frau einen Burkini ausprobieren sollte

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BURKINI
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Für die einen ist es Stoff, für die anderen das größte Ärgernis: der Burkini. Zumindest seit klar wurde, dass Deutschland Einwanderungsland ist.

Aber nicht nur hierzulande geht es jedes Mal hoch her, wenn von dem Burkini die Rede ist. In der französischen Stadt Cannes wurde vor kurzem ein Burkini-Verbot ausgesprochen. Die Begründung: Ein Kleidungsstück, dass so offensichtlich religiös motiviert sei, würde ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Burkini-Verbot

Wie sich die Zeiten doch ändern! Vor gut 60 Jahren noch wurde ein etwas kleineres Stück Stoff verboten. In öffentlichen Schwimmbädern der bayerischen Stadt Passau galt dieses Verbot sogar bis 1968: Das Bikini-Verbot. In einer Frauenzeitschrift aus dem Jahr 1957 wurde dieses Verbot so erklärt: "Ist es doch undenkbar, dass ein Mädchen mit Takt und Anstand je so etwas tragen könnte.“

Bikini-Verbot

Ja, Frauen mussten schon immer recht flexibel sein, wenn es um die Moralvorstellungen der männlichen Lautsprecher ging. Diese Erkenntnis hat sich jetzt auch eine Journalistin für die britische Tageszeitung "The Guardian" vorgenommen und entsprechend fünf Gründe aufgelistet, warum Frauen unbedingt mal einen Burkini tragen sollten.

1) Laut der Autorin Remona Aly sollte bei unserem nächsten Schwimmausflug ein Burkini im Gepäck sein, weil es einfach kein Kleidungsstück gibt, dass ein sicherer Garant für einen Medienskandal wäre: "Warum nicht den Fokus von den Dingen nehmen, die wirklich wichtig sind, wie Ärztemangel und Menschenrechtsverletzungen?", schreibt Aly.

2) Das Tragen eines Burkini spare außerdem Geld für Sonnencreme und Besuche beim Kosmetiker. Da hat Aly in der Tat einen Punkt Wobei ein Burkini bestimmt auch nicht billig ist...

3) Aber Aly wird auch ernster in ihrer Liste. Das Tragen eines Burkini könnte darauf aufmerksam machen, dass Frauenrechte nicht nur die Frauenrechte von westlichen Frauen sind. "Frauen sind ein wunderbar komplexer, komplizierter und wahnsinnig unterschiedlicher Teil der Menschheit. Und auch wenn es manche schockieren mag, dass das Tragen eines Badeanzugs nicht das Allerwichtigste für uns ist - sollten wir deswegen nicht beschränkt, zum Schweigen gebracht oder aus dem öffentlichen Leben verbannt werden."

4) In Cannes wurde das Tragen von Burkinis so erläutert: "Wir möchten keine religiösen Symbole verbieten...aber das Tragen von Kleidung, die etwas mit Terrororganisationen zu tun haben, welche mit uns im Krieg stehen." Aly schreibt dazu spitz: "Muslimischen Frauen wird so unterstellt, dass sie beim Klamotten-Shoppen denken: 'Sieht meine Bombe darin zu groß aus?' Aber keine Bange, meine Damen. Zu groß wirkt hier nur der Hass und die Heuchelei."

5) Frauen sollten Freiheit feiern. Denn wahre Demokratie äußere sich eben auch in Diversität. "Sie können uns unsere Leben nehmen, aber nicht unsere Burkinis."

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(pb)