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Ein Junge wollte seinen Teddybären verkaufen - damit er sich endlich etwas zu Essen leisten kann

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Ein Polizist in Franklin im US-Bundesstaat Ohio griff vergangene Woche einen Siebenjährigen vor einer Drogerie auf. Der Junge versuchte, seinen Teddybären zu verkaufen.

"Es brach mein Herz", sagte der Polizist Steve Dunham dem Nachrichtensender "WLWT". "Er erzählte mir, dass er versuche, sein Stofftier zu verkaufen, um sich von dem Geld Essen zu kaufen - er hatte seit Tagen nichts mehr zu sich genommen."

Der Polizist kaufte dem Jungen ein Sandwich

Dunham erzählte dem Sender, wie er mit dem Kind in ein Restaurant der Fast-Food-Kette Subway ging und ihm dort etwas zu Essen kaufte. Zwei weitere Polizisten fuhren in der Zwischenzeit zu dem Wohnort des Jungen. Dort fanden sie heraus, dass er inmitten von "Dreck, Katzenurin und Alkoholflaschen" lebte.

Der Junge und seine vier Brüder, die zwischen 11 und 17 Jahre alt sind, wurden aus diesen Zuständen befreit und leben nun bei Verwandten, wie "WLWT" berichtet.

Die Eltern, Tammy und Michael Bethel, wurden in fünf Fällen der Kindesgefährdung angezeigt, wie das Online-Portal "Journal News" berichtet. Am 16. September haben sie eine erste Anhörung vor Gericht.

"Polizisten sehen so etwas jeden Tag und machen so viel mehr als Obdachlose und Kinder zu füttern... Sie behandeln diese Menschen wie ihre eigene Familie", sagte Franklins Polizeichef Russell Whitman "Journal News". "Egal, bei welcher Polizeistation ihr nachfragt - ihr werdet überall Geschichten wie diese finden."

Dieser Text erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Bettina Pohl aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)