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Bis zu 700 Euro Strafe: Handtuch-Krieg in Spanien eskaliert

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SPAIN BEACH
An Spaniens Stränden greifen die Behörden jetzt durch. | Enrique Calvo / Reuters
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  • Spaniens Behörden greifen durch
  • Zukünftig ist es Touristen nicht mehr erlaubt, sich mit Handtüchern den besten Platz am Strand zu sichern
  • Es drohen Bußgelder oder die Konfiszierung der Strandausrüstung

An Spaniens Stränden weht zukünftig ein anderer Wind: Wer seinen Sonnenschirm samt Liege und Handtuch in den Sand pflanzt, um sich einen guten Platz zu sichern, riskiert, dass die Strandausrüstung konfisziert wird.

Wie die Tageszeitung "El País" berichtet, stinkt es den Behörden mittlerweile gewaltig, dass Touristen an freien Stränden die besten Plätze in den ersten Reihen reservierten, dann aber erst Stunden später ans Meer zurückkehrten.

Der Strand ist kein privater Ort

Immer mehr Gemeinden an der Mittelmeerküste verabschiedeten derzeit entsprechende Verordnungen, die unter anderem Geldstrafen vorsehen.

"Wir haben uns entschieden, einen Schritt weiter zu gehen und die lokale Polizei angewiesen, Gegenstände zu entfernen, die ab dem frühen Morgen einen öffentlichen Ort besetzen und ihn so zu einem privaten Ort machen", zitiert das Blatt einen Beamten der Stadtverwaltung in Gandia bei Valencia.

Bis zu 720 Euro Bußgeld

Die Kleinstadt, die im Sommer von 75 000 auf 300 000 Bewohner anwächst, ist nur einer von vielen spanischen Badeorten, die solche Vorschriften eingeführt haben. Die bloße Ankündigung der verschärften Regeln habe laut "El País" die verwaisten Sonnenschirme in Gandia verschwinden lassen.

Schließlich drohe Touristen, die die Verordnung missachten, neben der Beschlagnahmung ihrer Strandausrüstung eine Geldstrafe von bis zu 720 Euro.

Schwarzarbeit und Korruption an Italiens Bädern

Ärger droht auch an den Strandbädern Italiens. Allerdings keineswegs den Besuchern, sondern den Betreibern: Das gute Geschäft der Tourismusunternehmer durch die teils überhöhten Preise für Liegen und Sonnenschirme beflügelte Schwarzarbeit und Korruption.

Nun hat die EU eine Auge auf Italiens Mittelmeerbäder genommen und will den Pächtern die Konzessionen entziehen. Umweltschützer kritisieren bereits seit längerem die oftmals illegale Bebauung der italienischen Küsten: 55 Prozent der Strandabschnitte sind mittlerweile verbaut.

Wie die Website "Travelbook" berichtet, wurden in den letzten 30 Jahren trotz gesetzlicher Beschränkungen 160 Kilometer zubetoniert. Die Umweltschäden sind enorm.

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(lk)