Huffpost Germany

Klartext von Buschkowsky nach Angriffen auf Polizisten: Sie "verachten den deutschen Staat"

Veröffentlicht: Aktualisiert:
HEINZ BUSCHKOWSKY
Heinz Buschkowsky redet Klartext | ullstein bild via Getty Images
Drucken
  • SPD-Politiker Heinz Buschkowsky hat die Gruppenangriffe auf Polizisten in Berlin scharf verurteilt
  • Manche Migranten würden glauben, sie stünden außerhalb des Rechts
  • Polizei und Justiz müssen hart durchgreifen, fordert der Ex-Bürgermeister von Neukölln

In der vergangenen Woche kam es in Berlin zu zwei Angriffen auf Polizisten, die auch außerhalb der Hauptstadt für Aufmerksamkeit sorgten: Am Mittwoch wurden Polizisten im Stadtteil Gesundbrunnen von einer Gruppe aus bis zu 30 Menschen attackiert, als sie einen Mann in Gewahrsam nehmen wollten.

Zwei Tage zuvor kam es im Stadtteil Wedding zu einem ähnlichen Vorfall: Als Beamte einen elfjährigen Jungen dabei erwischten, wie er gerade ein Auto starten wollten, wurden sie von einer bis zu 70-köpfigen Menschenmenge angegriffen und bepöbelt.

Buschkowsky: Solche Migranten denken, sie stehen außerhalb des Rechts

SPD-Politiker Heinz Buschkowsky sieht solche Vorkommnisse zwar mit Sorge, überrascht darüber ist er allerdings nicht: Für den früheren Neuköllner Bezirksbürgermeister sind sie ein Beleg dafür, dass solche Migranten glauben, außerhalb des Rechts zu stehen.

"Wir erleben immer wieder, dass in bestimmten Stadtteilen die staatliche Autorität nicht anerkannt wird.", sagte Buschkowsky im Interview mit dem Fernsehsender N24. Passiert sei von politischer Seite allerdings nichts.

Solche Vorfälle passieren laut Buschkowsky zumeist in Vierteln mit hohen arabischen und türkischen Bevölkerungsanteilen. Nicht nur in Berlin - auch in "Bremerhaven, Duisburg oder Essen".

Sie verachten den deutschen Staat

Gerade junge Männer hätten oftmals keinerlei Hemmungen, Polizeibeamte zu bespucken oder zu verprügeln. "Die Gruppe von Migranten, über die wir reden, verachtet den deutschen Staat", so der SPD-Politiker.

Buschkowsky sprach sich gegenüber N24 für verschärfte Strafen aus: "Der Staat, also Polizei und Justiz, muss Flagge zeigen und sich konsequent durchsetzen."

Haftstrafen für Angriffe auf Beamte

Allerdings sei dies oftmals nicht so einfach: "Haben Sie schon einmal von einem knackigen Urteil gehört? Ich nicht", erklärte der frühere Bezirksbürgermeister.

Für ihn ist die Sache klar: "Wer Polizeibeamte körperlich angreift, fährt ein".

Auch auf HuffPost:

Erdogan zeigt, wie sehr er die Werte des Westens verachtet

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Eine ebenso simple wie geniale Idee steckt hinter dem Projekt World Bicycle Relief. Diese nämlich lautet: "Fahrrad = Mobilität = Bildung". So einfach kann Hilfe tatsächlich sein.

World Bicycle Relief stellt Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung, damit sie ihr Leben aus eigener Kraft verändern können. Denn in ländlichen Regionen Afrikas bedeutet ein Fahrrad ein großes Maß an Lebensqualität: Es verkürzt die Transportwege und erleichtert seinem Besitzer den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

Mit über 200.000 Fahrrädern, die in Afrika montiert werden, und 1000 ausgebildeten Mechanikern hilft WorldBicycleRelief vor Ort dabei, Armut zu bekämpfen und fördert Bildung und die wirtschaftliche Entwicklung in Gegenden, die sonst von der Infrastruktur abgeschnitten wären.

Unterstütze sie jetzt bei dieser Arbeit und spende auf betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.

(tos)