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Diese Erfindung könnte Millionen Menschen ein Zuhause geben - und das fast kostenlos

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HAUS
Der größte 3-D-Drucker der Welt soll zukünftig ganze Dörfer drucken | WASP/HuffPost
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  • Ein italienisches Start-Up baut mit Hilfe von 3-D-Druckern Häuser
  • Vor allem in Afrika soll die Technik zum Einsatz kommen
  • Auf dem Kontinent steigt in den kommenden Jahren der Bedarf an Wohnraum rasant

Ein Dach über dem Kopf kann in Krisenregionen über Leben und Tod entscheiden.

Die Idee des italienischen Unternehmens WASP könnte dabei helfen, zukünftig schnelle, kostengünstige und ökologisch nachhaltige Häuser für Menschen in Not bereitzustellen - mit Hilfe des größten 3-D-Druckers der Welt.

Der zwölf Meter große Drucker namens "BigDelta" soll in Zukunft nichts geringeres als ganze Dörfer drucken. Was zunächst verrückt klingt, scheint laut der Website des Unternehmens in der Praxis gut umsetzbar zu sein: Ein erstes Testhaus hat der Mega-Drucker bereits gebaut - Kostenpunkt: rund 48 Euro.

Gedruckte Häuser aus Ton und Erde

Die geringen Kosten lassen sich auch auf das verwendete Baumaterial zurückführen: Die gedruckten Häuser von WASP bestehen nämlich gänzlich aus Ton und Erde. Diese Idee hat sich WASP-Gründer Massimo Moretti bei einer Wespenart abgeschaut, die ihre stabilen Nester ebenfalls aus Erde baut. Daher der Name WASP, zu deutsche Wespe.

Neben den geringen Kosten hat die Verwendung von natürlichen Materialien weitere Vorteile: Erde ist zum einen fast überall verfügbar, dient zudem als ein verlässlicher natürlicher Dämm- und Isolierstoff und stellt keinerlei Belastung der Umwelt dar.

Großer Bedarf an Unterkünften

Innerhalb eines Tages kann der Drucker bis zu einen Meter Wand aus Ton und Erde drucken. "In der Zukunft wollen wir andere natürlichen Materialien aus den Bereichen Erde und Stroh untersuchen", sagte Gründer Moretti im Interview mit der US-Webseite "Inhabitat".

Bisher steht nur ein BigDelta-Haus - doch das junge Unternehmen hat große Pläne für die Zukunft.

"Laut Expertenschätzungen werden bis 2030 rund vier Milliarden Menschen mit einem jährlichen Einkommen unter 2.500 Euro leben. Die UN hat berechnet, dass wir in den nächsten 15 Jahren jeden Tag 100.000 neue Häuser bauen müssten, um die Nachfrage nach günstigem Wohnraum zu befriedigen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Allerdings sind die Häuser nur für Landbevölkerung geeignet - das Problem der zunehmenden Urbanisierung und des fehlenden Wohnraums auf dem Kontinent wird die Technik also nicht lösen können.

Zudem steckt der Bau mit 3-D-Druckern noch in den Kinderschuhen: Die Behausungen, die durch den "BigDelta"-Drucker entstehen, sind bisher noch extrem minimalistisch. Sie bestehen lediglich aus Ton- und Erdwänden, einem Dach, Tür und Löcher für Fenster.

Trotzdem könnte das Konzept des italienischen Unternehmens der Auftakt sein, um künftig schnell kostengünstigen Wohnraum für Menschen zu bieten, die sich eine reguläre Unterkunft nicht leisten könnten.

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(ben)