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Report: Deshalb könnte sich der Brexit bis 2019 verzögern

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THERESA MAY
Der Brexit könnte sich um ein Jahr verschieben | Getty
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  • Der Brexit könnte sich um ein Jahr verschieben
  • Das will die britische Nachrichtenseite "The Sunday Times" erfahren haben
  • Grund könnte unter anderem die deutsche Bundestagswahl sein

Nach dem Brexit-Votum der Briten im Juni drängen Brüssel und europäische Regierungsvertreter auf einen zügigen Beginn der Austrittsverhandlungen.

Die britische Regierung jedoch will sich noch mehr Zeit lassen, als bisher angenommen: Laut Informationen der britischen Nachrichtenseite "The Sunday Times" könnte sich der Verhandlungsbeginn auf den Herbst 2017 verschieben.

Damit könnte der Brexit erst im Jahr 2019 – ein Jahr später als bisher geplant – vollzogen werden. Ursprünglich hatte Premierministerin Theresa May angekündigt, im Januar erste Schritte zum Austritt Großbritanniens nach Artikel 50 des EU-Vertrags einzuleiten.

Fehlende Infrastruktur und ratlose Minister

Die Nachrichtenseite bezieht sich auf Vertreter des britischen Finanzsektors, die Zugang zu vertraulichen Gesprächen mit Mitgliedern des Kabinetts unter Premierministerin Theresa May haben sollen.

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Für die Verzögerunggibt es demnach zwei mögliche Gründe. Zum einen brauche die Regierung noch mehr Zeit, um die Verhandlungen vorzubereiten.

"Sie haben noch gar nicht die Infrastruktur für die Leute, die sie einstellen müssen", sagte ein Vertreter des Finanzsektors der "Sunday Times". Auch sei den Ministern noch nicht einmal bekannt, welche Fragen sie am Beginn der Brexit-Verhandlungen stellen wollten.

Wahlen in Frankreich und Deutschland

Zudem nannte ein Minister als zusätzlichen Verzögerungsgrund die 2017 anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich und die Bundestagswahl in Deutschland. Würde der alte Zeitplan eingehalten werden, fielen die Brexit-Verhandlungen in den Wahlkampfzeitraum beider EU-Länder.

52 Prozent der Briten hatten in einem historischen Votum Anfang Juni für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt, 48 dagegen. Der britische Premierminister David Cameron, der sich für einen EU-Verbleib ausgesprochen hatte, war nach dem Referendum zurückgetreten.

Seine Nachfolgerin Theresa May hatte im Juli den ehemaligen Europaminister David Davis zum Brexit-Minister ernannt. Laut aktuellen Informationen soll sein Ministerium aber erst zur Hälfte besetzt sein.

Mit Material der dpa

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(tos)