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Deshalb schneiden sich die Männer in einer syrischen Stadt jetzt die Bärte ab

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Ein Mann schneidet den Bart einer ehemaligen Geisel des IS in Manbidsch | Rodi Said / Reuters
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  • Nach einer Woche in der Gewalt des IS wurden die rund 2.000 Geiseln aus Manbidsch am Samstag freigelassen
  • Bilder der Nachrichtenagentur Reuters zeigen, wie die Menschen ihre Freiheit feiern

Es sind Bilder der Freude und der Erleichterung, die heute aus der syrischen Stadt Manbidsch kommen.

Sie zeigen Menschen, die sich in den Armen liegen, Frauen, die sich Burkas vom Kopf reißen und Zigaretten anzünden - und Männer, die sich freudestrahlend lange Bärte abschneiden.

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Der Hintergrund: Nach fast einer Woche in der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat, waren die rund 2.000 Geiseln aus dem syrischen Manbidsch überraschend am Samstag wieder freigelassen worden.

Geiseln als menschliche Schutzschilde

"Die Zivilisten sind an den Rändern der Stadt und in der Nähe von Dscharablus freigelassen worden, nachdem die IS-Kämpfer ihre Rückzugsorte erreicht hatten", teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

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Die Dschihadisten hatten am Freitag nach Angaben eines kurdischen Militärsprechers rund 2000 Bewohner als menschliche Schutzschilde mitgenommen, als sie die heftig umkämpfte Stadt im Norden Syriens aufgaben.

Rückkehr in eine befreite Stadt

Ein kurdisch geführtes Bündnis syrischer Kämpfer hatte mit Unterstützung der USA die wichtige Stadt Manbidsch am Freitag zurückerobert.

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Doch die Menschen feiern nicht nur ihre eigene Befreiung, sondern auch die, ihrer Heimatstadt Manbidsch: Der IS kontrollierte die Stadt im Norden Syriens seit 2014.

Manbidsch gilt als strategisch wichtig, weil durch sie eine wichtige Verbindungsroute in die IS-Hochburg Al-Rakka verläuft.

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(pb)