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Nach Amoklauf von München: Erster Trittbrettfahrer festgenommen

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MUNICH
Nach Amoklauf von München: Erster Trittbrettfahrer festgenommen | Arnd Wiegmann / Reuters
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  • Die Polizei soll den ersten Trittbrettfahrer des Amoklaufs von München gefasst haben
  • Der Mann war bereits öfter aufgefallen

Die Polizei hat offenbar einen der Trittbrettfahrer festgenommen, die nach den Attentaten von München falschen Alarm ausgelöst hatten.

Wie die "Bild“-Zeitungen berichtet, hatte der Mann eine E-Mail mit einem Foto geschickt, das Blumen vor dem Olympia Einkaufszentrum zeigte. Ein junger Mann hatte dort am 23. Juli neun Menschen und dann sich selbst erschossen.

Dazu schrieb der Mann: "Wenn ich so etwas in die Hand nehme, dann sterben nicht acht oder neun Menschen, dann sterben 80 oder 90.“

Er drohte den Amoklauf für den Fall an, dass er seine Rente nicht bekomme.

Mann war schon vorher aufgefallen

Bei dem Verdächtigen handelt es sich dem Bericht nach um einen 53-Jährigen, der in Mazedonien geboren wurde, zuletzt in München lebte und vom Commonwealth seine Rente haben will. Die E-Mail soll an die australischen Sozialbehörden gegangen sein.

Der Mann, dessen Festnahme die Staatsanwaltschaft der Zeitung bestätigt, soll bereits mehrmals mit wirren Aktionen aufgefallen sein. So sei er schreiend aus einem Gerichtssaal gelaufen, weil er die Richter einer Verschwörung gegen ihn beschuldigte. Außerdem soll er australische Richter mit dem Tod bedroht haben.

Polizei hat Trittbrettfahrer gewarnt

Nach der Bluttat in dem Einkaufszentrum hatten viele Trittbrettfahrer die Situation ausgenutzt. So viele, dass die Münchner Polizei massive Warnungen veröffentlichte. Sie verurteilte das "miese Spiel" mit der Angst und rechnete vor, wie teuer ein falscher Alarm werden kann. Pro Polizist und Stunde 54 Euro, pro Hubschrauberstunde 3460 Euro.

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(lk)