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Eine Mutter wollte ihren Lebenstraum aufgeben - doch dieses Parkticket veränderte alles

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Ein Kind zu bekommen, verändert das Leben einer Frau für immer. Nach einer Zeit mit dem Kind verspüren viele mit der Zeit den Drang, wieder arbeiten zu gehen - oder zu studieren. Wie eine Mutter, deren Geschichte momentan Facebook erobert.

Die Mutter wollte anonym bleiben, dennoch verbreitet sich ihre Geschichte gerade rasend schnell im Internet.

Als ihre Tochter zwei Jahre alt war, wollte sie sich an einer Universität einschreiben. Doch ihr damaliger Freund hielt sie davon ab - er machte ihr Vorwürfe und redete ihr ein, sie würde das Kind dadurch vernachlässigen. Die Frau hörte auf ihn und gab ihren Traum auf. Bis sie eines Tages, als ihre Tochter fünf Jahre alt war, einen zweiten Versuch startete.

Doch durch den Einfluss ihres Freundes - von dem sie sich mittlerweile getrennt hatte - hatte sie beim Gedanken an das Studium ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrem Kind. Bis sie auf dem Parkplatz vor der Uni stand - und eine Begegnung hatte, die sie nachhaltig veränderte.

Die Mutter beschreibt, was dann passierte:

"Ich wollte unbedingt aufs College gehen, als meine Tochter zwei Jahre alt war. Doch mein Ex erzählte mir 'Ich kann das nicht machen' und "Ich würde meine Tochter vernachlässigen'. Also gab ich meinen Traum auf.

Mittlerweile ist meine Tochter fünf Jahre alt und ich fuhr doch zum College, um einen Aufnahmetest zu machen. Den ganzen Weg dorthin hatte ich die Stimme meines Ex-Freundes im Kopf, seine Worte von damals.

Ich kam am Parkplatz an und sah, dass die Parktickets nur in bar bezahlt werden können. Wieder hörte ich seine Stimme - und das scheint eine alte Dame bei den Stellplätzen irgendwie bemerkt zu haben. Sie lief zu mir rüber und fing an, sich mit mir zu unterhalten.

Ich erzählte ihr, dass ich gerade eh wieder nach Hause fahren wollte. Sie sagte mir, dass ich nicht fahren sollte und sie die zwei Dollar für mein Parkticket zahlen würde. Und dann brachte sie mich in den Raum, in dem der Test stattfinden sollte.

Das war das Allerbeste, das sie für mich hätte tun können. Ein komplett fremder Mensch hat mich davor gerettet, erneut aufzugeben. Ich werde immer an diesem Parkticket festhalten und mich daran erinnern, dass eine Fremde in mich geglaubt hat und dass alles tun kann.

Und dass eine Stimme aus der Vergangenheit mein Leben nie mehr kontrollieren kann. Ich wünschte, ich hätte mich bei ihr bedanken können."

Männer, die ihre Frauen entmutigen

Unter dem Facebook-Beitrag, der mittlerweile über 1100 Mal geteilt wurde (Stand: Freitag, 10.30 Uhr), solidarisierten sich Hunderte Frauen mit ihr - und teilen ihre persönlichen Geschichten mit der Mutter.

Ihre Erfahrungen ähneln denen, die die unbekannte Mutter machen musste. Mit Männern, die ihre Frauen entmutigen - und ihnen weismachen wollen, dass sie nur an sich selbst denken und ihren Abschluss sowieso nicht schaffen werden.

Die Geschichte dieser Mutter kann all jenen Frauen Mut machen, die sich trotz eines Kindes ihre Unabhängigkeit bewahren und ihre Träume weiterhin leben wollen.

Lasst sie einfach reden und macht euer eigenes Ding!

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Wenn du eine Tochter hast, nimm dir drei Minuten Zeit, um dieses Video zu sehen

(ben)