Huffpost Germany

IS aus strategisch wichtiger Stadt im Norden Syriens vertrieben

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MANBIJ
IS aus strategisch wichtiger Stadt im Norden Syriens vertrieben | Rodi Said / Reuters
Drucken
  • Die Demokratischen Kräfte Syriens haben Manbidsch im Norden Syriens vom IS eingenommen
  • Seit zwei Monaten tobten Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt

Nach wochenlangen Kämpfen hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der strategisch wichtigen Stadt Manbidsch im Norden Syriens zurückgezogen. Syrisch-kurdische Truppen verkündeten am Freitag die vollständige Befreiung der Stadt vom IS.

Die Dschihadisten hätten sich in Richtung der Stadt Dscharablus nördlich von Manbidsch zurückgezogen. Der Sprecher des Militärrates von Manbidsch sagte, der IS habe auch rund 2000 Bewohner der Stadt entführt."Wir haben nicht auf sie geschossen, weil sie Zivilisten als menschliche Schutzschilde dabei hatten", sagte Scherwan Darwisch.

Mehr zum Thema: Das Grauen von Aleppo: Diese 8 Bilder zeigen, wieso wir nicht länger wegsehen dürfen

Kämpfe dauerten mehr als zwei Monate an

Zuvor war mehr als 2500 Zivilisten die Flucht aus dem letzten vom IS kontrollierten Viertel im Norden der Stadt gelungen. Es habe sich vor allem um Frauen und Kinder gehandelt, hieß es aus Kreisen der Demokratischen Kräfte Syriens (DFS).

Gebiete in Manbidsch würden zunächst nach Minen durchsucht, teilte die pro-kurdische Nachrichtenagentur Firat mit. Demnach hatten Luftangriffe der USA eine entscheidende Rolle bei der Eroberung gespielt. Der Rückzugsort Dscharablus liegt nördlich von Manbidsch direkt an der türkischen Grenze.

Mehr als zwei Monate hatten die von Kurden geführten und von den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (DFS) versucht, Manbidsch einzunehmen. Die Stadt war 2014 von den Dschihadisten eingenommen worden und galt als wichtiger Knotenpunkt für die Versorgungsroute in die IS-Hochburg Al-Rakka.

In der syrischen Metropole Aleppo gingen die Kämpfe nach Angaben von Aktivisten weiter. Menschenrechtsbeobachter berichteten von Dutzenden Luftangriffen und von Artilleriebeschuss. In der Folge habe ein Kinderkrankenhaus in der Nähe von Aleppo die Arbeit einstellen müssen.

Auch auf HuffPost:

„ISIS hat nichts mit dem Islam zu tun“ - Ein Experte findet klare Worte

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

In einem großangelegten Projekt hilft der Verein SyrienHilfe e.V. vor Ort Menschen in Not, die ihre Heimat nicht verlassen können oder wollen. Seit 2012 setzen sich Ärzte, Ingenieure, Archäologen, Lehrer und Künstler in dem Bürgerkriegsland dafür ein, dass die Bevölkerung in ihrem eigenen Land ein würdevolles Leben führen kann.

Der Verein betreut Waisenkinder, organisiert medizinische Versorgung für Behinderte und chronisch Kranke und finanziert Lebensmittel und Unterkünfte.

Unterstütze sie jetzt auf www.zusammen-für-flüchtlinge.de, der zentralen Plattform für Projekte in der Flüchtlingshilfe von betterplace.org.

Willst auch Du Spenden für Dein soziales gemeinnütziges Projekt sammeln? Dann registriere Dich und Dein Projekt jetzt auf betterplace.org.