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Trump erklärt, was er nach einer möglichen Wahlniederlage machen wird

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DONALD TRUMP
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump | ERIC THAYER / Reuters
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  • Erstmals gibt Donald Trump so etwas wie Selbstzweifel zu erkennen
  • In einem Interview sprach er über eine mögliche Wahlniederlage im November

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump lässt im Wahlkampf ungewohnte Selbstzweifel durchblicken.

Seine Kampagne habe mit Schwierigkeiten zu kämpfen und könnte letztlich scheitern, sagte er am Donnerstag vor evangelikalen Geistlichen im US-Staat Utah.

Schon zuvor räumte Trump in einem Interview des TV-Senders CNBC ein, dass seine mangelnde politische Korrektheit ihm den Wahlsieg kosten könnte, falls die Amerikaner seine unverblümte Art ablehnen sollten.

Bei den Republikanern wächst der Unmut über Trump

Im Vorwahlkampf hatte der Polit-Quereinsteiger 16 innerparteiliche Rivalen locker aus dem Feld geräumt, drei Monate vor der Wahl in November wird seine Kampagne jedoch von Pannen überschattet. Der Vorsprung seiner demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton in den Umfragen hat sich zuletzt vergrößert.

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In den eigenen Reihen wächst zudem der Unmut über Trump. Erst am Donnerstag sammelten Dutzende besorgte Republikaner Unterschriften für einen Brief an Parteichef Reince Priebus, in dem sie eindringlich vor Trump warnten. "Seine Spalterei, Fahrlässigkeit, Inkompetenz, und rekordbrechende Unbeliebtheit drohen die Wahl in einen Erdrutschsieg für die Demokraten" münden zu lassen, schrieben sie.

Noch auf seinem Nominierungsparteitag im Juli hatte Trump einen großen Sieg vorausgesagt. Vor Pastoren in Utah trat er am Donnerstag dagegen betont demütig auf.

"Wir haben ein Problem"

"Wir haben ein Problem", erklärte er. So könne der nächste Präsident bis zu fünf Oberste Richter berufen. "Es könnte uns den Supreme Court kosten." In Utah, einem als republikanische Hochburg geltenden Staat, sind Trumps Schwierigkeiten besonders augenfällig. Die dort stark vertretene Glaubensgruppe der Mormonen hat sich skeptisch über Trump gezeigt. Allerdings hält ihm Utahs Gouverneur Gary R. Herbert die Treue.

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Auf die Frage im Gespräch mit CNBC, wie er den Vorsprung Clintons umkehren wolle, reagierte Trump trotzig. Er plane einfach, an seinem Ansatz festzuhalten. "Am Ende wird es entweder funktionieren oder ich werde einen sehr, sehr schönen langen Urlaub haben."

Der republikanische Stratege Mike DuHaime sah in Trumps ungewohnt selbstkritischen Tönen einen möglichen Vorteil für den Kandidaten. "Etwas Verletzlichkeit zu zeigen, einige Anfälligkeiten zuzugeben, macht ihn menschlicher und könnte ihn potenziell liebenswerter machen", sagte DuHaime.

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