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Eine Syrerin sah zum ersten Mal Frauen beim Fußballspielen - jetzt kennt sie ganz Österreich

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FUBALL
Maria Selo
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  • Maria Selo floh vor zwei Jahren aus Syrien nach Österreich
  • Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft - den Fußball
  • Radikale Islamisten erlaubten ihr nicht, zu spielen - jetzt steht sie in der zweiten Bundesliga auf dem Platz

Es ist etwa zwei Jahre her, als Maria Selo ihr neues Leben begann.

Die Syrerin floh damals aus ihrer zerbombten Heimat nach Österreich - und sah zum ersten Mal Frauen Fußball spielen. Im niederösterreichischen Ort Altenmark in der Nähe von Wien war das - und nicht lange dauerte es, bis sie entschied: Das will ich auch machen.

Sie trainierte ein halbes Jahr und spielt nun für den Frauenfußballverein FC Altera Porta in der zweiten Liga. Das ORF traf Selo - und sprach mit ihr über ihre sportliche Leidenschaft.

"Wenn man will, kann man alles schaffen"

"Wenn man will, kann man alles schaffen", sagt die 23-Jährige im Interview mit der Sendung "Wien heute". Es ist ein kleines Wunder, dass sie nun in Österreich auf dem Fußballplatz steht. Vor wenigen Jahren noch ein völlig abwegiger Gedanke. In den von radikalen Islamisten-Gruppen besetzten Gebieten durften Frauen kein Fußball spielen.

Jetzt träumt sie davon, in der ersten Liga oder gar in der Nationalmannschaft zu spielen. "Sie strahlt immer, will immer mehr trainieren, ist in der Mannschaft bisher gut angenommen. Wir sehen da viel Potential", sagt ihrer Trainerin dem ORF.

Und wenn aus ihrem Traum, als Profifußballerin auf dem Platz zu stehen, nichts wird, kann sie sich eine Karriere im Büro vorstellen. Derzeit lernt sie Deutsch, danach möchte sie eine Ausbildung beginnen.

Denn wenn man will, kann man alles schaffen.

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(vr)