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Perfider Putsch-Plan: Republikaner wollen Trump für "amtsunfähig" erklären

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DONALD TRUMP
Verrat in den eigenen Reihen: Republikaner wollen Trump für "amtsunfähig" erklären | ERIC THAYER / Reuters
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  • Auch aus den Reihen der Republikaner wird Donald Trump immer heftiger kritisiert
  • Eine Gruppe in der Partei plant nun den Putsch gegen ihren Kandidaten

Die Kritik an Donald Trump nimmt weiter zu. Auch große Teile der Republikaner stehen nicht hinter ihrem Kandidaten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass sich hochrangige Parteifunktionäre bereits auf einen Rücktritt Trumps vorbereiten.

Nun will eine Gruppe innerhalb der Partei Trump gar auf eigene Faust loswerden: mithilfe eines Paragraphen in der Parteisatzung der Republikaner. Der "Regel 9“.

Initiative wird angeblich von hunderten Delegierten unterstützt

Diese besagt, dass der Parteivorstand einen neuen Kandidaten nominieren kann, wenn der ursprünglich nominierte Kandidat entweder stirbt, freiwillig verzichtet oder der Posten aus "sonstigen Gründen“ frei wird.

Die republikanische Initiative „Free the Delegates“, die sich nach dem Parteitag im Juli formierte, um Trumps Nominierung nachträglich zu stoppen, will diesen für "amtsunfähig“ erklären.

Die Gruppe, zu der neben Politikern auch Juristen gehören, ruft die Parteiführung in einem online veröffentlichen Brief daher zur Einberufung einer Dringlichkeitssitzung auf. Nach eigenen Aussagen unterstützen hunderte Delegierte "Free the Delegates".

"Die Nation vor Clinton bewahren"

Eine solche Dringlichkeitssitzung sei "die größte Hoffnung, um die Nation vor einer Präsidentschaft Hillary Clintons, einem liberalen Supreme Court, der für Dekaden andauern wird, und einem Verlust des Senates zu bewahren“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Bei den Republikanern glauben offenbar die Wenigsten an einen Erfolg Donald Trumps.

Erfolgversprechend ist aber auch der Putsch-Plan nicht: Zum einen stehen immer noch hohe Parteifunktionäre hinter dem umstrittenen Kandidaten. Zum anderen ist die Deadline für die Kandidaten-Nominierung in einigen US-Bundesstaaten bereits abgelaufen.

An Trump führt kein Weg vorbei

Selbst wenn die Partei auf irgendeinem Weg einen anderen Kandidaten ins Rennen schicken würde: Gegen Clinton wäre er dann hoffnungslos unterlegen.

Dennoch zeigt die Aktion der Trump-Gegner, wie stark die Partei im Inneren bereits gespalten ist. Es ist ein Verrat, der seines gleichen sucht.

Schlimmer noch für Donald Trump: Es ist nicht der erste Versuch aus den eigenen Reihen, ihn zu stürzen. Mit Evan McMullin entschied sich kürzlich gar ein Republikaner bei den Wahlen gegen Trump anzutreten - als parteiloser Kandidat.

McMullin war leitender Berater der republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus. Fast zehn Jahre arbeitete er für die CIA, danach bei der Investmentbank Goldman Sachs.

Auch er wird im November keine Chance haben, wenn die Amerikaner an die Urnen treten. Doch er könnte Trump Stimmen kosten – für den Immobilienmogul beunruhigende Aussichten angesichts der jüngsten Umfragen.

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(bp)