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Grüne Brühe in Rio wird jetzt auch zum Problem für die Wasserballer

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RIO GREEN WATER
Jetzt schillert auch das Becken der Wasserballer in grün | ASSOCIATED PRESS
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  • Bei den Olympischen Spielen in Rio verfärbte sich nun ein weiteres Becken grün.
  • Immerhin meint der Schwimmverband, die Ursache gefunden zu haben
  • Die Wasserballer klagen allerdings über schmerzende Augen, die durch die Brühe verursacht würden

Bei den Olympischen Spielen in Rio verfärbt sich das nächste Becken grün. Nach dem Pool der Turmspringer beginnt seit der Nacht auf Mittwoch auch das Becken der Wasserballer, sich grün zu verfärben. Noch ist der Farbton weit vom Dunkelgrün des Beckens der Turmspringer entfernt - es schillert eher in türkis.

Immerhin ist seit gestern die Ursache der Verfärbung bekannt. Ein ganzes Bündel an Gründen führte offenbar zu dem sonderbaren Farbton, teilte der Schwimm-Weltverband FINA mit: eine defekte Umwälzanlage, Algen, insgesamt ein zu hoher pH-Wert.

Chemikalien sollen ausgelaufen sein

Zur Wasseraufbereitung verwendete Chemikalien seien aus den Wassertanks ausgelaufen. Dadurch seien auch die pH-Werte des Wassers außerhalb der normalen Spanne. Tests der Wasserqualität hätten aber kein Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko ergeben.

"Die chemische Zusammensetzung des Wassers hat sich verändert", sagte der Sprecher des Organisationskomitees, Mario Andrada, am Mittwoch. "Es stellt überhaupt keine Gesundheitsgefahr dar."

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Beide Becken liegen direkt nebeneinander. Offenbar gibt es auch beim zweiten Becken ein Problem mit der Umwälzanlage. Ein solcher Defekt war bereits einen Tag zuvor für die Verfärbung des Sprungbeckens verantwortlich.

"So viel Chlor kann nicht sein"

Der Kampf gegen das grüne Wasser im Wasserball- und Turmspringerbecken scheint für einige Olympia-Athleten offenbar gesundheitliche Folgen zu haben. "Meine Augen schmerzen von dem Wasser, das ist nicht gut", sagte Ungarns Wasserballspieler Gergo Zalanki nach dem 8:8 gegen Griechenland am Mittwoch in Rio de Janeiro.

Auch dem amerikanischen Wasserballer Tony Azevedo brannten nach dem 6:3 gegen Frankreich die Augen.

"Das sind die Olympischen Spiele und sie tun so viel Chlor ins Wasser, dass man nichts sehen kann. Das kann nicht sein", beschwerte er sich.

Mit Material der AP

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