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Olympia 2016: Alle machen denselben Witz über diesen Rettungsschwimmer

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Ein Rettungsschwimmer bei den Olympischen Spielen in Rio. | David Gray / Reuters
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Wenn du jemals das Gefühl hattest, dass deine Arbeit sinnlos ist, dann stell dir folgendes vor:

Das Schwimm-Finale der Olympischen Spiele in Rio findet statt. Die schnellsten und besten Schwimmer der Welt sind im Becken und kämpfen um Gold. Und du bist direkt vor Ort...

...als Rettungsschwimmer. Mit Rettungsboje.

Vermutlich machst du dann vor Langeweile so ein Gesicht:

Denn Rettungsschwimmer beim Schwimm-Finale der Olympischen Spiele zu sein, scheint in etwa so sinnvoll, als würde man Dirk Nowitzki als Personal Trainer von Lionel Messi anstellen. Mag man zuerst denken.

Denn die brasilianischen Gesetzgeber sehen das anders: Demnach muss jeder öffentliche Pool, der länger oder breiter als sechs Meter ist, von einem Rettungsschwimmer im Blick behalten werden.

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Und dabei spielt es keine Rolle, ob in diesem Pool planschende Kinder sind oder die besten Schwimmer der Welt.

Rettungsschwimmer bei Olympia unverzichtbar

Denn auch diese können – etwa durch Überanstrengung – jederzeit in Not geraten. Und genau in diesem Moment muss ein Rettungsschwimmer vor Ort sein.

"Die Chance ist zwar eins zu eine Millionen, aber wir müssen darauf vorbereitet sein", sagte Anderson Fertes, einer der Rettungsschwimmer bei Olympia der amerikanischen Tageszeitung "New York Times". Diese Person kann auch der 21-fache Goldmedaillen-Gewinner Michael Phelps sein.

Zwar mag Schwimmen vielleicht die olympische Sportart sein, bei der Bademeister am wenigsten notwendig sind, aber dafür sind sie bei anderen umso wichtiger.

Beim Wasserball geht es etwa ziemlich zur Sache, eine Gehirnerschütterung kommt immer wieder vor.

Aber auch beim Tauchen, Triathlon, Synchronschwimmen und beim Kanuslalom sind Rettungsschwimmer auf der Hut. Zudem haben sie bei Segel- und Surfveranstaltungen alles im Blick.

Der Job ist also definitiv nicht so sinnlos, wie manche Twitter-Nutzer meinen.

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(vr)