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Olympia: Diese Schwimmerin hat ein Geheimnis, das jeder kennen sollte

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KATHLEEN BAKER
Olympia: Schwimmerin Kathleen Baker hat ein Geheimnis, das jeder kennen sollte | GABRIEL BOUYS via Getty Images
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Die US-amerikanische Schwimmerin Kathleen Baker holte sich am ersten Wochenende der Olympischen Spiele in Rio eine Silbermedaille im 100 Meter Rückenschwimmen der Damen.

Die Medaille ist für Baker mehr als nur eine Auszeichnung für ihre außerordentliche sportliche Leistung – sie ist auch der Beweis, dass man trotz körperlicher Einschränkungen seine Träume leben kann.

Seit ihrem 14. Lebensjahr leidet Baker an der Krankheit Morbus Crohn. Das ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die im gesamten Verdauungstrakt auftreten kann. Damit gehen viele Symptome einher, darunter Gewichtsverlust und starke Bauchschmerzen.

Trotz aller Schwierigkeiten, die diese Krankheit mit sich bringt, hat Baker nicht aufgehört zu trainieren. "Ich hoffe, mein Sieg ist eine Inspiration für die Menschen“, sagte Baker nach dem Wettkampf.

Die Diagnose Morbus Crohn erhielt die Schwimmerin 2010

Für ihre Sportkarriere gab die junge Schwimmerin vieles auf, das für die meisten in ihrer Kindheit und Jugend normal ist: Ferien, Zeit mit Freunden, faule Nachmittage auf der Couch.

Die Diagnose Morbus Crohn traf sie hart. Doch trotz des Rückschlags gab Baker nicht auf. "Ich habe viel durchgemacht“, sagte die Schwimmerin im Interview mit der US-Zeitung "Charlotte Observer".

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"Doch dadurch habe ich den Sport noch mehr zu schätzen gelernt, weil ich weiß, dass ich vielleicht irgendwann damit aufhören muss“, sagte die 19-Jährige.

Sie liebe nichts mehr als zu schwimmen, und dass sie das nun bei den Olympischen Spielen tun könne, sei ein unglaubliches Gefühl.

Baker: "Ich möchte Kathleen, die Schwimmerin mit Morbus Crohn, sein"

Wie die Zeitung "New York Times“ berichtete, musste Baker nach der Diagnose im Jahr 2010 einen Ärztemarathon durchlaufen. Sie sagt heute über diese Zeit: "Da waren so viele Ärzte, die einfach nur sagten 'Du bist Kathleen mit Morbus Crohn’. Aber ich wollte Kathleen, die Schwimmerin mit Morbus Crohn, sein.“

Anfangs nahm sie ein dutzend Pillen am Tag. Doch sie wirkten nicht.

In der achten Klasse verlor die ohnehin sehr schlanke Schwimmerin fast fünf Kilo wegen der Krankheit. Ihr Zustand verbesserte sich, nachdem eine neue Behandlung anschlug: Baker musste für eine intravenöse Infusion einmal im Monat für zwei Tage ins Krankenhaus. Mittlerweile verabreicht sie sich selbst alle zwei Wochen Injektionen.

Damit bei den Olympischen Spielen alles klappt, hat sie einen ganzen Koffer voller Medikamente nach Rio mitgebracht. Und da wäre auch noch ihre Familie, die zur Unterstützung mit Baker angereist ist.

kathleen baker

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post Italien und wurde von Valentina Resetarits übersetzt.

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(cho)