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So wollen 50 republikanische Sicherheitsexperten ihren Spitzenkandidaten Trump stoppen

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TRUMP
"Er ist eine Katastrophe": Prominente Republikaner wollen Trump mit Petition stoppen | Getty/HuffPost
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  • In einem offenen Brief warnen 50 Republikaner vor den Folgen eines Wahlsieges von Trump
  • Sie halten ihn fĂŒr nicht qualifiziert - als PrĂ€sident und MilitĂ€rchef

Eindringlicher könnte ein Appell aus den eigenen Reihen kaum sein: Eine Reihe konservativer Republikaner hat einen neuen Versuch unternommen, Donald Trump die PrÀsidentschaftskandidatur ihrer Partei zu entziehen.

In einem offenen Brief warnen 50 republikanische Außen- und Sicherheitsexperten eindringlich vor den Konsequenzen eines Wahlsieges Trumps. "Aus außenpolitischer Sicht ist Donald Trump nicht qualifiziert, um PrĂ€sident und Oberbefehlshaber zu sein", heißt es in dem Schreiben.

Sie brachten eine Petition in Umlauf, die die ParteifĂŒhrung zum Abhalten eines Sondertreffens aufruft, auf dem Trump als Kandidat abgelöst werden solle.

Trump fehlten der Charakter, die Werte und die Erfahrung, um PrĂ€sident zu sein, heißt es in dem Schreiben. Außerdem fehle ihm Wissen ĂŒber und Glauben an die US-Verfassung, Gesetze und Institutionen.

"Verzweifelte Zeiten verlangen verzweifelte Maßnahmen"

Zu den Organisatoren zÀhlen viele derselben Republikaner, die bereits im Vorwahlkampf Stimmung gegen den 70-JÀhrigen machten. Sie selbst zwar geben zu, dass ihr Versuch nur wenig Chancen auf einen Erfolg hat.

Passend zum Thema: Satiriker Sonneborn: "Ich habe Trump in den US-Wahlkampf eingeschleust"

Aber: "Verzweifelte Zeiten verlangen verzweifelte Maßnahmen", erklĂ€rte Regina Thomson, eine Republikanerin aus dem US-Staat Colorado mit Verbindungen zum unterlegenen PrĂ€sidentschaftsbewerber Ted Cruz, am Wochenende in einer E-Mail an Mitglieder der ParteifĂŒhrung. "Donald J. Trump ist eine Katastrophe", schrieb sie.

Trump liebÀugelt mit der Atombombe und hat kaum Ahnung

Die Konservativen sind besorgt ĂŒber Trumps Verhalten, seit er im Juli zum republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten gekĂŒrt worden ist.

Dieses sei bedauerlich gewesen, schrieb Thomson. Die Parteispitze weist die Petition zurĂŒck, da Trump die Nominierung rechtmĂ€ĂŸig gewonnen hat.

Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrmals diplomatisch ĂŒberaus Heikles von sich gegeben. So hatte er bereits im MĂ€rz gesagt, er schließe nicht aus, dass die USA eine Atombombe ĂŒber Europa abwerfen könnten.

Trump beschimpft die Experten als "gescheiterte Washingtoner Elite"

Vergangene Woche dann die Wiederholung. Er fragte offenbar mehrmals: "Wenn wir die Atombombe haben, warum setzen wir sie dann nicht ein?"

Außerdem erweckt Trump den Anschein, sich an Russland annĂ€hern zu wollen - dem historischen Gegner der USA und insbesondere der Konservativen im Land.

In einem etwas wirren Interview hatte er zudem den Eindruck vermittelt, sich nicht wirklich mit dem auszukennen, was Russland in der Ukraine treibt. Trump hatte sich selbst zudem widersprochen in der Frage, wie er mit russischem Expansionsstreben umgehen wolle.

Trump reagierte auf die Kritik der 50 Sicherheitsexperten wie ĂŒblich mit einer Beleidigung. Er bezeichnete die Gruppe als "gescheiterte Washingtoner Elite".

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(sk)