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Deutscher Kanute will heute Gold holen - für seine tote Freundin

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TASIADIS
Sideris Tasiadis geht für Deutschland an den Start und will bei Olympia in Rio Gold - für seine verstorbene Freundin Claudia Bär. | Stu Forster via Getty Images
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Im Jahr 2012 feierten sie noch gemeinsam: Die Slalom-Kanuten Claudia Bär und Sideris Tasiadis. Nicht nur beruflich, auch privat waren die beiden Partner. Dann der Schicksalsschlag: Bär starb an Krebs. Doch Tasiadis kämpft weiter und möchte unbedingt olympisches Gold - für seine Claudia.

Im Jahr 2013 wurde bei der Kanutin Leukämie diagnostiziert. Immer an ihrer Seite: Tasiadis. Er verzichtete auf die Weltmeisterschaft 2104 - um seiner Freundin beizustehen und sie nicht alleine zu lassen. Zwei Jahre später hat sie ihren tapferen Kampf gegen den Krebs verloren.

Dennoch ist sie weiterhin an seiner Seite und hat einen Ehrenplatz bekommen: Ein Bild von ihr klebt in seinem Boot.

Der täglich erscheinenden "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Tasiadis: "Claudia hat mir mal gesagt: 'Tu alles dafür, dass du deine Ziele erreichst.‘ Ich habe das Bild angeschaut, und der Satz ist mir in den Kopf geschossen. Mit der Erinnerung konnte ich mich mehr aufs Paddeln konzentrieren. Und die ganze Geschichte so verarbeiten, dass mein Leben weitergeht, weitergehen soll.“

Jetzt hat der Augsburger Kanute nur ein Ziel: Gold in Olympia. In Rio will Tasiadis unbedingt die Medaille holen. Für Claudia.

Vor dem Halbfinale liegt er mit über einer Sekunde Vorsprung in Führung. Am Dienstag um 20.15 Uhr wird sich entscheiden, ob er das begehrte Metall ergattert.

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(cho)