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Eltern mussten Babynamen nach drei Monaten ändern, weil er sie "erschaudern" ließ

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PARENTS BABY SHOCK
Carri und Will Kessler änderten nach drei Monaten den Namen ihrer Tochter. | Monkey Business Images via Getty Images
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Carri und Will Kessler änderten den Namen ihrer drei Monate alten Tochter, weil er sie "erschaudern" ließ.

Als das Ehepaar den Namen Ottilie hörte, fand es den Namen "richtig schön" – die Kesslers entschieden sich, ihre Tochter so zu nennen.

Doch schnell stellte das Paar fest, dass die Menschen um sie herum komisch auf den Namen reagierten. "Als die Krankenschwester hereinkam und nach ihren Namen fragte und wir sagten 'Ottilie', reagierte die Frau verwundert", sagte Kessler dem Online-Portal "Today".

"Niemand konnte sich an den Namen erinnern - geschweige denn, ihn richtig aussprechen. Immer, wenn jemand ihren Namen sagte, zuckte ich zusammen."

Das Ehepaar änderte den Namen ihrer Tochter

Noch schlimmer wurde es, als Ottilie sechs Wochen alt war und ihre Großmutter sich ihren Namen immer noch nicht merken konnte.

Carri und Will Kessler fühlten sich wegen der merkwürdigen Reaktionen auf den Namen ihrer Tochter unwohl, wenn sie sie vorstellten.

Als Ottilie drei Monate alt war, entschied sich das Paar dazu, dem Mädchen einen anderen Namen zu geben.

Die Eltern schickten eine Rundmail an Freunde und Familie, um ihnen mitzuteilen, dass sie Ottilies Namen in Margot geändert hatten.

"Ich finde, es ist eine schöne Geschichte für sie. Es wird für immer zu ihr gehören", sagte Kessler und fügte hinzu, dass die Namensänderung viel Stress aus ihrem Leben genommen habe.

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Das ist kein Einzelfall

Dass es häufiger Probleme bei der Namensgebung gibt, zeigt ein Rechtsstreit aus Spanien: Naki und Maria Javierre wollten ihr Kind Lobo nennen – das bedeutet auf Spanisch Wolf. Das Einwohnermeldeamt in Madrid lehnte den Antrag des Paares ab.

Deshalb starteten die Eltern eine Petition auf Change.org. Nachdem sie dort über 27.000 Unterschriften gesammelt hatten, genehmigte das Amt den Namen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post UK und wurde von Samantha Meier aus dem Englischen übersetzt.


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(glm)