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Studie: Depressionen sind KEINE rein psychische Krankheit

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DEPRESSION
Depressive Menschen leiden häufig auch unter körperlichen Beschwerden. | Tom Merton via Getty Images
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Depressive leiden neben seelischen Symptomen häufig auch unter körperlichen Beschwerden. Was zu den physischen Symptomen führt, haben amerikanische Forscher jetzt entschlüsselt.

Depressionen beeinflussen die Fähigkeit des Körpers, sich zu entgiften. Die Krankheit sollte deswegen als systematische Erkrankung betrachtet werden, die den ganzen Organismus beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des "Journal of Clinical Psychiatry".

Depressionen führen zu oxidativem Stress

In die Untersuchung flossen die Daten von 3961 Menschen aus insgesamt 29 unterschiedlichen Studien ein – und übereinstimmend konnte ein Zusammenhang zwischen oxidativem Stress und Depressionen nachgewiesen werden.

Als oxidativer Stress wird ein Ungleichgewicht im Körper bezeichnet, das die normale Reparatur- und Entgiftungsfunktion einer Zelle überfordert und zu einer Schädigung der Makromoleküle führt. Dieser Vorgang ist mitverantwortlich für den Alterungsprozess und die Lebenserwartung.

Depressive haben ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen

Es ist also nicht verwunderlich, dass Menschen, die unter Depressionen leiden, ein höheres Risiko für Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen, sowie eine kürzere Lebenserwartung zugeschrieben wird.

Doch es gibt einen Lichtblick: Die Forscher fanden außerdem heraus, dass die körperlichen Folgen mit den üblichen Behandlungsmethoden gegen Depressionen bekämpft werden können. Eine Gesprächstherapie und/oder Medikamente sind also nicht nur für die Behandlung der psychischen Symptome einer depressiven Episode von Nutzen.

Nach erfolgreicher Behandlung erholt sich der Körper relativ schnell und der Wert für oxidativen Stress lässt sich nicht mehr von dem gesunder Menschen unterscheiden.

Mehr zum Thema: 7 Dinge, die nur Menschen mit Depressionen verstehen

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