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Syrische Rebellen verkünden Durchbruch im belagerten Aleppo

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ALEPPO
Die Lage in Aleppo wird immer dramatischer | dpa
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  • Rebellen wollen die Belagerung von Aleppo durchbrochen haben
  • In der Stadt sollen 300.000 Menschen eingeschlossen sein

Mehrere syrische Rebellengruppen haben nach eigenen Angaben die Belagerung von Aleppo durchbrochen. Rebellen seien im Südwesten der früheren Metropole vorgerückt und hätten sich mit Kämpfern aus dem eingekesselten Ostteil der Stadt zusammengetan.

"Das beweist, dass wir die Belagerung durchbrochen haben", sagte ein Kommandant des früheren Al-Kaida-Ablegers Dschabhat Fatah al-Scham der dpa am Samstag. "Die Belagerung unserer Leute wurde gebrochen", schrieb auch ein Sprecher der Gruppe Ahrar al-Scham auf Twitter. Es ist eine der größten Gruppen, die an der Erstürmung Aleppos beteiligt ist.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte konnte das Ende der Belagerung zunächst noch nicht bestätigen.

Letzte Versorgungsroute gekappt

Vor gut drei Wochen hatten syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die von Rebellen gehaltenen östlichen Viertel Aleppos gekappt.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 300.000 Menschen eingekesselt sind. Ein Bündnis syrischer Rebellengruppen unter Führung von Islamisten versucht seit einer Woche, die Belagerung zu durchbrechen.

Symbol des Krieges

Aleppo war vor dem Krieg die Handelsmetropole im Norden Syriens. Als größte Stadt des Landes hat sie im Bürgerkrieg einen hohen strategischen und symbolischen Wert. Einst lebten hier mehr als zwei Millionen Menschen. Die Altstadt mit ihrer Zitadelle gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Große Teile des kilometerweiten überdachten Marktes sind inzwischen zerstört. Aleppo gilt als die am heftigsten umkämpfte Stadt in Syrien und ein Symbol des seit gut fünf Jahren tobenden Krieges. Während das Regime den Westteil der Stadt beherrscht, kontrollieren Rebellen den Osten.

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