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Sie beleidigte eine stillende Mutter - deren Reaktion ist noch viel krasser

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Sie beleidigte eine stillende Mutter - deren Reaktion ist noch viel krasser. | Screenshot
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Stillen in der Öffentlichkeit gehört für viele Mütter einfach dazu - was sollen sie schließlich sonst machen, wenn ihr Baby Hunger bekommt, während sie unterwegs sind? Trotzdem gibt es immer noch Menschen, die etwas gegen den Anblick stillender Frauen haben.

Genau damit musste sich eine Mutter im britischen Dartford auseinandersetzen, als sie mit ihrem Kind in einem Park saß. Als sie anfing, es zu stillen, kam es zu einem Streit mit einer anderen Mutter.

Der Streit eskalierte - und zwar richtig

Diese war wiederum mit ihrem Mann und ihrem eigenen Kind unterwegs und sprach die stillende Frau darauf, an, dass ihr Mann sich bei dem Anblick unwohl fühle.

Sie forderte sie auf, mit dem Stillen aufzuhören. Die stillende Mutter dachte jedoch gar nicht daran. Sie beleidigte die andere Frau und griff zu einer Maßnahme, mit der diese wohl kaum gerechnet haben dürfte: Sie spritzte sie mit der Muttermilch voll, die direkt aus ihren Brüsten kam.

Die Gepeinigte wandte sich daraufhin an die Öffentlichkeit. Auf der Klatsch- und Tratsch-Seite "Dartford Gossip Page" erzählt sie von dem Vorfall mit der stillenden Mutter. Sie spricht in dem Facebook-Post gezielt die stillende Mutter an: "Ich hoffe, du schämst dich!"

Die Leser stellen sich auf die Seite der stillenden Mutter

Mit den Reaktionen der Leser hat sie jedoch eher nicht gerechnet: Unter dem Facebook-Beitrag solidarisieren sich die Facebook-Nutzer mit der stillenden Mutter. Ihre Reaktion finden sie streitbar - aber es ist ihr gutes Recht, ihr Kind in der Öffentlichkeit zu stillen.

Facebook-Nutzerin Hayley hat ganz klare Worte an die Still-Gegnerin: "Du solltest dich selbst schämen! Es ist schwer genug, ein Kind in der Öffentlichkeit zu stillen - auch ohne dafür verurteilt zu werden."

Damit dürfte sie vielen Müttern aus der Seele sprechen.

Auch in Deutschland kam es in der Vergangenheit zur Diskriminierung von stillenden Müttern. Eine Berlinerin verfasste sogar eine Online-Petition, um Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf die teils unerträglichen Zustände für stillende Mütter hinzuweisen.

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(lm)