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Dieser Olympia-Schwimmer zeigt vor jedem Rennen den Mittelfinger - aus einem rührenden Grund

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CONDORELLI
Condorelli mit der Geste, für die er bekannt ist | YouTube/USA Swimming
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Es ist jedes Mal ein kleiner Skandal: Bevor sich Schwimmer Santo Condorelli bei einem Wettbewerb ins Wasser stürzt, dreht er sich zur Zuschauertribüne und streckt den Mittelfinger hervor. Die fiese Geste gibt es in den kommenden Tagen weltweit zu sehen: Condorelli tritt für das kanadische Team bei den Olympischen Spielen in Rio an.

Wegen des provokanten Zeichens vor laufenden Kameras hatte sich der 21-Jährige bereits schriftlich entschuldigen müssen. Warum aber verhält er sich so - scheinbar - unsportlich?

Der Finger, der Selbstvertrauen gibt

Die Geste hat einen rührenden Hintergrund: Der durchtrainierte Condorelli ist nach eigenen Angaben nämlich schüchtern, unsicher und ängstlich - vor allem in Wettbewerbssituationen. Davon weiß auch sein Vater.

Doch Joseph Condorelli hatte eine Idee für den Sohn: "Du musst dein Selbstbewusstsein aufbauen und dir sagen: Scheiß auf jeden, gegen den du antrittst", so habe es der Vater formuliert, sagte der Sportler gegenüber "The Canadian Press". Und das geht, indem er den schlimmen Finger in Richtung seines Vaters hält - der regelmäßig im Publikum sitzt.

Um den Effekt zu verstärken, zeigt Joseph Condorelli dann ebenfalls den Stinkefinger - und sein Sohn ist kampfbereit. Mittlerweile hat Condorelli übrigens eine Technik entwickelt, dank der die Geste im Fernsehen nicht mehr so deutlich sichtbar ist. Die Aufmerksamkeit von Kameras ist zu erwarten: Der junge Kanadier ist eine Medaillenhoffnung.

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