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Dieser winzige Streuner fand endlich sein Herrchen und folgte ihm 123 Kilometer

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Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne kann Dion Leonard, ein Ultramarathon-Läufer, einen kleinen Streuner adoptieren, dem er auf einem knapp 250 Kilometer langen Rennen in der Wüste Gobi begegnete.

Die Spenden, die gesammelt wurden, können die medizinischen Kosten und den Transport in Quarantäne von China nach Edinburgh in Schottland, wo Leonard lebt, decken.

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Die Hündin, die Leonard passenderweise Gobi getauft hat, schloß sich dem Läufer am zweiten Tag des jährlichen 4-Wüsten-Rennens an und lief über 123 Kilometer Seite an Seite mit ihm, wie die britische Zeitung "The Independent" berichtete.

Der Beginn einer großen Freundschaft in der Wüste Gobi

Leonard sagte dem "Independent", dass Gobi ihm bereits am ersten Tag aufgefallen war, als sie die 101 Läufer begleitete. Am zweiten Tag stand sie an der Startlinie und schaute ihn an.

"Das war der erste Kontakt den ich mit ihr hatte, und als ich an der Linie startete, sah ich sie neben mir," sagte er dem "Independent". "Ich habe nicht viel mit ihr gesprochen, da ich nicht davon ausging, dass sie bei mir bleiben würde, aber an der Ziellinie folgte sie mir ins Zelt und wir schliefen nebeneinander. Das war's dann."

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(Credit: Bring Gobi Home/Crowdfunder)

Die beiden konnten das Rennen zusammen bestreiten

Während des Rennens teilte Leonard Schlafplatz, Wasser und Essen mit seiner kleinen Begleiterin. Sogar auf der Strecke unterstützte er sie.

"Ich habe sie über Flüsse und Schleusentore getragen, wenn ich wusste, dass sie nicht allein weiterkommen würde," schrieb er auf seiner Crowdfunding-Seite.

Die Crowdfunding-Kampagne war erfolgreich

Nach dem Rennen war Leonard klar, dass er eine besondere Verbindung zu dem kleinen Hund entwickelt hatte, und er begann, zu recherchieren, wie er Gobi nach Großbritannien bringen könnte.

Er erfuhr, dass es vier Monate dauern würde, bis Gobi medizinisch untersucht, in Quarantäne gebracht und für die Einreise freigegeben werden würde. Der ganze Prozess würde ihm 6.560 US-Dollar (etwa 5.900 Euro) kosten - eine Summe, die durch die erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne sogar übertroffen wurde.

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(Credit: Bring Gobi Home/Crowdfunder)

Leonard freut sich bereits auf Weihnachten

Leonard konnte mit der Kampagne 13.330 US-Dollar (etwa 12.000 Euro) für den treuen Hund sammeln. Er sagte dem britischen Fernsehsender "BBC", dass sich Gobi momentan in der Obhut eines Freundes in China befindet und dass er hofft, dass sie in der Weihnachtszeit in Schottland eintreffen wird.

"Das wäre großartig,", sagte Leonard gegenüber "BBC". "Das wäre das beste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten."

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei der Huffington Post Canada und wurde von Marie Segger ins Deutsche übersetzt.

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(lm)