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So reagieren Restaurant-Kritiker, wenn ihnen ein Gourmetkoch heimlich McDonald's vorsetzt

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BURGER
Ein Menü von McDonald's - in der weithin bekannten Form | ASSOCIATED PRESS
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Sie waren eingeladen zu einem exklusiven Gourmetmenü: 40 renommierte Food-Blogger durften an einem Dinner bei Starkoch Neal Fraser teilnehmen, veranstaltet in dessen hochpreisigen Restaurant Redbird in Los Angeles.

In dem Genusstempel werden üblicherweise Speisen mit so klingenden Namen wie "Langsam gekochte Lammkeule" oder "Maryland-Butterkrebse" serviert.

Was also würde die anspruchsvollen Kritiker an diesem besonderen Abend erwarten?

Etwas, das tatsächlich extrem außergewöhnlich für ein Premium-Restaurant ist. Koch Fraser stellte auf den Tisch: Essen von McDonald's.

Die Gäste posteten begeistert auf Instagram

Fraser wagte sich - übrigens in Zusammenarbeit mit der Fast-Food-Kette - an ein Experiment: Wie sehr kommt es beim Essen auf die eigentlichen Inhaltsstoffe an - und wie sehr auf die Präsentation?

Die schön in Szene gesetzten Instagram-Schnappschüsse der Gäste sprechen wohl für sich:

Kaum zu fassen: Fraser kredenzte ein Menü aus fünf Gängen - und jedes einzelne Bestandteil lässt sich bei McDonald's am Schalter kaufen.

Ein paar Änderungen hatte er natürlich vornehmen müssen: Er nahm das Essen auseinander und servierte es neu - also keinen BigMac, sondern zum Beispiel Fleischbällchen aus dem Fleisch des Burgers. Ein anderes Gericht nannte sich "Hühnchen im Schinkenmantel". Auch ums Würzen kümmerte sich der Koch selbst.

Die meisten Gäste kauften ihm seine Food-Schummelei ab, berichtet er in einem Interview mit der Seite "Munchies": "Die meisten schienen überrascht, so nach dem Motto: WTF? Die Gäste sollten sehen, dass ein guter Koch Dinge mit einem eher schlechten Ruf in etwas Leckeres verwandeln kann", sagte er.

Warum die Abwandlung reinen Fast Foods so gut funktioniert hat, ist für Fraser klar: "Meiner Meinung nach essen wir zuerst mit unseren Augen", glaubt er. Mit dem verschleierten Menü hat es jedenfalls funktioniert.

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(ben)