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Attentäter von Würzburg und Ansbach sollen IS-Kontakte in Saudi-Arabien gehabt haben

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SAUDI ARABIA
Attentäter von Würzburg und Ansbach sollen IS-Kontakte in Saudi-Arabien gehabt haben | ASSOCIATED PRESS
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  • Die Attentäter von Würzburg und Ansbach sollen IS-Kontakte gehabt haben
  • Die Kontaktleute sollen unter anderem in Saudi-Arabien sitzen

Die Attentäter von Ansbach und Würzburg hatten beide mehrmals Kontakt zu mutmaßlichen Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das berichtet „Spiegel Online“ unter Berufung auf Informationen deutscher Behörden.

Der Kontakt sei über mehrere Telefonanschlüsse gelaufen, die unter anderem in Saudi-Arabien liegen. In einem Chat soll ein IS-Mann dem Attentäter von Würzburg geraten haben, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu rasen. Mangels Führerschein soll der spätere Attentäter dann angekündigt haben, in einem Zug Fahrgäste anzugreifen.

Der 17-Jährige - der vermutlich aus Afghanistan stammt - hatte Reisende mit einer Axt schwer verletzt und war selbst später von der Polizei erschossen worden.

Täter von Ansbach wollte offenbar noch weiter morden

Der Bombenanschlag in Würzburg soll dem Bericht nach nicht als Selbstmordanschlag geplant gewesen sein. Die Bombe im Rucksack des Syrers soll vorzeitig hochgegangen sein.

Dabei war der Syrer gestorben, 15 Menschen wurden verletzt. Laut "Spiegel Online"-Informationen hatte der Mann wohl noch weitere Anschläge geplant.

Die Information ist auch deshalb brisant, weil der IS Täter in Europa wohl stärker anleitet als vermutet. Aussagen eines IS-Aussteigers und Behördeninformationen nach könnten Terroristen, die scheinbar selbstständig handelten, tatsächlich konkrete Unterstützung vom IS bekommen haben.


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