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"Wir sind hier nicht in da hood" - dieser verrückte Post kommt tatsächlich von der Polizei

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Völlig aufgelöst rief eine Frau aus dem bayerischen Miesbach die Polizei - sie beobachtete zwei Männer, die in einem Geländewagen am Bahnhof saßen. Und: In diesem Moment Magazine in ihre Waffen steckten.

Der Vorfall war so absurd, dass das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun einen Facebook-Post veröffentlichte, in dem sie die Bevölkerung mit knallharten Worten warnt.

Als die Beamten nach dem Anruf der schockierten Dame am Miesbacher Bahnhof eintrafen, entdeckten sie einen der Pistolen-Besitzer - er marschierte gerade aus einer Bank. Im selben Moment kam der zweite Verdächtige aus der Bahnhofsvorhalle. Er hielt dabei locker eine Pistole in der Hand und eine zweite Waffe hatte er sich unter den Arm geklemmt.

Die Polizisten konnten es nicht glauben. Zwar handelte es sich bei den Waffen, die die 27 und 21 Jahre alten Männer mit sich trugen, um erlaubnisfreie Softair-Pistolen - trotzdem dürfen sich die beiden Gangster jetzt über eine Anzeige freuen. Der Grund: Die Pistolen sahen echten zum Verwechseln ähnlich und stellen somit trotzdem einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar.

Polizei auf Facebook: "Wir sind hier nicht 'in da hood'"

Um zu verhindern, dass noch mehr Bürger auf eine derart fragwürdige Aktion kommen, findet die Polizei auf ihrem Facebook-Account deutliche Worte.

Sie macht klar: "Nein, wir sind hier nicht "in da hood" und bei uns gibts auch keine "homies", die es cool finden, wenn jemand mit täuschend echten Waffen"spielzeugen" auf der Straße rumläuft", schreibt die Polizei auf Facebook. Und weiter: "Wir sind hier in Bayern, haben Spezln und legen Wert darauf, dass das Führen von "Anscheinswaffen" verboten ist!"

Das Präsidium unterlegt den Ernst der Lage mit einem eindeutigen Foto:


Es ist nicht das erste Mal, dass die deutsche Polizei ihrem Ärger in den sozialen Netzwerken Luft macht. Nach dem Amoklauf in München ermahnte sie alle Bürger, die Amok-Gerüchte in die Welt setzten. Und zeigte ihnen auf, wie teuer solch ein Verhalten werden kann.

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(cho)