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Barack Obama hat einen Essay über Feminismus geschrieben, den jeder Mann lesen muss

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OBAMA
Barack Obama positioniert sich als Feminist | dpa
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US-Präsident Barack Obama ist Feminist - und kämpft jetzt öffentlich für Frauen und ihre Rechte. Pünktlich zu seinem 55. Geburtstag erschien in der amerikanischen Ausgabe des "Glamour"-Magazins sein Essay.

Es trägt den Titel "So sieht ein Feminist aus" - darunter prangt ein Porträt von Obama in jungen Jahren. Es ist ein Manifest.

In eindringlichen Worten beschreibt er, wie weit der Feminismus in den letzten 100 Jahren gekommen sei, aber dass noch ein weiter Weg vor ihm liege. Stereotype würden Männer und Frauen nach wie vor in festgelegte Rollenbilder pressen. Um Geschlechtergleichheit zu erreichen, sei noch viel Arbeit nötig.

Mit eindringlichen Worten wendet er sich an Männer und Frauen

"Wir müssen an der Einstellung arbeiten, dass wir unsere Mädchen zurückhaltend und unsere Jungs durchsetzungsfähig erziehen. Wir müssen daran arbeiten, dass unsere Töchter dafür kritisiert werden, wenn sie ihre Meinung äußern und unsere Söhne dafür, wenn sie weinen. Wir müssen daran arbeiten, dass Frauen nicht mehr für eine gelebte Sexualität bestraft und Männer dafür belohnt werden.

Wir müssen daran arbeiten, dass es nicht länger Normalität ist, dass Frauen belästigt werden, egal ob sie die Straße entlang oder online gehen. Wir müssen daran arbeiten, dass Männern nicht länger beigebracht wird, dass sie sich von der Anwesenheit und dem Erfolg von Frauen bedroht fühlen müssen.

Wir müssen daran arbeiten, dass Männer nicht dafür gelobt werden, wenn sie einmal eine Windel wechseln und gleichzeitig Vollzeit-Väter stigmatisiert werden, auch berufstätige Mütter dürfen nicht länger benachteiligt werden. Wir müssen daran arbeiten, dass es wichtig ist, am Arbeitsplatz selbstbewusst, ehrgeizig und ambitioniert zu sein – auch wenn du eine Frau bist."

"Es ist wichtig, dass ihr Vater ein Feminist ist, denn jetzt erwarten sie das von allen Männern"

Als Vater zweier Töchter sei ihm bewusst geworden, welch großen Einfluss die gesellschaftlichen Strukturen auf Kinder hätten. Die Verantwortung, den Alltagssexismus gegenüber Frauen zu bekämpfen, läge bei allen vor allem auch bei Männern. "Es ist wichtig, dass ihr Vater ein Feminist ist, denn jetzt erwarten sie das von allen Männern“, schrieb Obama.

Trotz aller Schwierigkeiten sehe er besonders die Präsidentschafts-Kandidatur von Hillary Clinton als Zeichen des Wandels. "Egal, welche politischen Ansichten du hast, dies ist ein historischer Moment für Amerika", erklärt Obama. "Und es ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie weit Frauen auf ihrem langen Weg zur Gleichberechtigung gekommen sind."

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(glm)