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Blanker Wahnsinn: Fackelläufer protestiert in Brasilien

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OLYMPIC TORCH
Blanker Wahnsinn: Fackelläufer protestiert in Brasilien | ASSOCIATED PRESS
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Heute startet Olympia - mit dem symbolischen Entzünden des olympischen Feuers bei der Eröffnungsfeier in Rio. Beinahe wäre der Start jedoch verhindert worden. Denn ein Fackelläufer nutzte seine Etappe für einen bizarren Protest.

Der Träger der olympischen Flamme entschied sich dafür, während des Laufes die Hüllen fallen zu lassen – und stand in einem Leopard-Tanga da. Außerdem entblößte er die Nachricht "Tamar Out", die auf seinen Pobacken stand.

Der Fackelträger Tarcisio Cisão wurde daraufhin von einem Organisator von Rio 2016 gefasst. Die skurrile Situation wurde von feierlicher Trompeten-Musik begleitet, wie in dem Video auf Facebook zu erkennen ist.

"Out Temer" bezieht sich auf Michel Temer, der die Staatspräsidentin Dilma Rousseff vertritt. Rousseff muss sich momentan vor Gericht verantworten.

Die brasilianische Bevölkerung steht den diesjährigen Spielen kritisch gegenüber

"Das war ein Coup", sagte Tarcisio Cisão der AFP. Mit seiner Aktion wollte er dagegen protestieren.

Der 31-Jährige wurde nach dem Zwischenfall festgehalten und abgeführt.

Das Gastgeberland befindet sich in einer ökonomischen Krise. Viele Brasilianer kritisieren deswegen die hohen Kosten der Spiele.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Symbol der Spiele attackiert wird. In 2008 wurde die Flamme beispielsweise an pro-tibetanischen Demonstranten vorbeigetragen.

Trotz dieser Entwicklungen, ist die Flamme sicher angekommen und wird zur Eröffnungsfeier am Freitag, den 5. August das Maracanã Stadium erreichen.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post Frankreich und wurde von Marie Segger übersetzt und editiert.

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(lp)