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Liebe Eltern, diese Symbole werden euer Leben für alle Zeit einfacher machen

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Diese Woche veröffentlichte Apple über 100 neue Emojis. Unter anderem werden nun auch Frauen in verantwortungsvolleren Rollen und als Alleinerziehende dargestellt. Dennoch: Sobald es ums Elternsein geht, deckt auch dieses neue Angebot nicht alle Aspekte der Kindererziehung ab.

Das ist der Grund, wieso Sarah Robinson, Hannah Hudson und Natalie Ralsten "EmojiMom" erfunden haben: Eine neue iOS-Tastatur für Schwangere und Mütter. Sie umfasst 250 Emojis rund um Eltern-Themen wie ein Ultraschall-Bild, Unterwäsche für die Geburt, ein Baby, das schon die Toilette benutzen kann und eine Mutter, die sich gerade Muttermilch abpumpt.

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Robinson erzählte der Huffington Post, dass die drei Mütter vergangenes Jahr auf die Idee für die neue Tastatur gekommen sind, nachdem sie einige der weniger glamourösen Mutter-Momente hatten.

"An einem Tag machte ich mich gerade für die Arbeit fertig - einer der ersten Tage nach meiner Mutterpause - und mein Baby hat über mein komplettes Arbeitsoutfit gepinkelt," reflektiert sie. "Es war so ein unglaublich frustrierende, 'ich-breche-gleich-zusammen-und-weine'-Moment. Ich hab Hannah und Natalie die Situation getextet (wie ich es schon die ganze Zeit, seit das Baby auf der Welt ist, tat) und wir waren uns einig: Ernsthaft, es müsste ein Emoji für dieses Gefühl geben!"

Junge Mütter, die gerade die Höhe- und Tiefpunkte des Elternseins durchmachen, haben vielleicht den selben Gedanken. "Also entschieden wir, die Emojis zu kreieren, die wir vermissten", sagt Robinson.

Als Vollzeit arbeitende Mütter mit Babys benötigten die drei EmojiMom-Gründerinnen etwas Zeit, um ihre Vision in die Realität umzusetzen. Dank der Hilfe eines Entwicklers und eines Illustrators wurde die App am 30. Juli veröffentlicht - knapp 12 Monate nachdem sie die Idee dazu hatten.

EmojiMom ist seit weniger als einer Woche zu haben, trotzdem bekommen die Mütter schon hervorragende Bewertungen. "Die Menschen erzählen uns, dass EmojiMom ihr Leben besser darstellt als irgendein anderes Symbol, das sie zuvor gesehen hätten", sagt Robinson.

Obwohl das ursprüngliche Ziel war, Eltern durch die Symbole zum Lachen zu bringen, erwähnt Robinson, dass die Gründerin auch wollen, dass sich schwangere Frauen und frischgebackene Mütter verstanden fühlen.

"Kinderkriegen isoliert einen aus so vielen Gründen - vor allem, weil viele Teile der Mutterschaft (man muss nur an die Geburtsunterwäsche denken) immer noch ein Tabu-Thema sind", erklärt sie.

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"Wir wollen schwangeren Frauen und Müttern dabei helfen, mit anderen über diese Dinge zu sprechen", fährt sie fort. "Wenn du eine frischgebackene Mutter bist, ist das Texten mit anderen mehr als nur Spaß - oft stellt es dein neues Leben dar."

Robinson, Hudson und Ralston ist es ein Anliegen, die richtige, unzensierte Seite der Mutterschaft zu zeigen - das Gute, das Schlechte und das Häßliche.

"Das ist der Grund, wieso wir eine Mutter, die sich mit einem liebevollen Gesichtsausdruck um ihr Kind kümmert, zeigen und eine gestresste Mutter mit Spucke in ihrem Haar", erzählt Robinsin. "Wir haben eine glückselige Schwangere und eine Schwangere mit Druck in den Beinen. Wir haben eine Mutter, die gerade eben entbunden hat und entspannt Champagner trinkt und wir haben die "Peri Flasche" und die Unterwäsche fürs Wochenbett. Das alles ist Mutterschaft - all diese Dinge."

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Obwohl die App EmojiMom heißt, planen die Gründerinnen, mehr Vater-Themen zu kreieren und hoffen, dass Väter dennoch was mit den Emojis anfangen können, die bereits existieren - wie dem Baby, das Kopf an Kopf bei seinem Vater liegt, den Vater, der sein Baby mit einem Fläschchen füttert und den erschöpften Zombie-Vater."

"Wir glauben daran, dass sowohl Mütter als auch Väter die Kindererziehung ernst nehmen", sagt Robinson. "Mütter waren nur eben der natürliche Markt, mit dem wir starten wollten. Es ist Fakt, dass Frauen mehr Emojis verschicken als Männer. Außerdem gab die weibliche Sicht auf das Thema Schwangerschaft und Geburt mehr Emojis her.

"Wir mussten uns auf 250 beschränken", fügt sie hinzu. "Aber wir haben noch so viel mehr Ideen."

Auf der Facebook-Seite von EmojiMom findet ihr weitere Emojis und Informationen. Im iTunes-Store könnt ihr euch die App besorgen.

Dieser Text erschien ursprünglich in der Huffington Post USA und wurde von Bettina Pohl aus dem Englischen übersetzt.

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