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Bettina Böttinger: Moderato ist auf Gina-Lisas Seite

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Reality-TV-Star Gina-Lisa Lohfink (l.) wird von Moderatorin Bettina Böttinger (r.) unterstützt

Bettina Böttinger (60) ist nicht nur frisch verheiratet, Dackel-Fan, Moderatorin, Produzentin und feiert als Talkshow-Gastgeberin in Kürze zehn Jahre "Kölner Treff" (2. September, 22 Uhr, WDR). Vor allem vertritt die gebürtige Düsseldorferin ihre Meinung. Entsprechend deutlich fallen auch die Worte zum Prozess im Fall Gina-Lisa Lohfink (29) aus. Damit habe sie sich natürlich beschäftigt, erklärt sie spot on news. "Der ist aber so wahnsinnig schwer zu beurteilen. Was den Fall so komplex macht, ist die Tatsache, dass Aussage gegen Aussage steht", stellt Böttinger erst mal klar.

Dann kommt sie zu dem Punkt, den sie an der ganzen Geschichte "wirklich unfassbar" findet. Das sei "die Tatsache, dass das Video ins Netz gestellt worden ist". Darin sieht sie ein generelles Problem: "Diese Art von Tabubruch, jemanden im Netz lächerlich zu machen oder an den Pranger zu stellen, ohne dass der Betroffene die Möglichkeit hat, sich zu wehren, ist fast schon eine Alltäglichkeit geworden", kritisiert Böttinger. Das Netz vergesse aber nichts. "Es ist ein echter Albtraum, was dieser Frau widerfahren ist. Das ist das, was mich auf ihrer Seite sein lässt."

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Der Fall Gina-Lisa Lohfink

Konkret geht es beim aktuellen Prozess um "falsche Verdächtigung". Derer wird Gina-Lisa Lohfink von den beiden Männern bezichtigt, die diese zuvor wegen Vergewaltigung angezeigt hatte - ein entsprechendes Sex-Video, in dem auch ihr "Nein" zu hören ist, kursierte ab 2012 lange Zeit im Internet. Gegen eine Strafzahlung an die beiden Männer von 24.000 Euro hatte Lohfink Einspruch eingelegt.

Dass die beiden Männer im Vorgängerprozess freigesprochen wurden, löste eine Welle des Protests aus. Viele prominente Frauen stellten sich auf die Seite der TV-Blondine; der hashtag #neinheißtnein machte die Runde. Der aktuelle Prozess wird am kommenden Montag, 8. August, fortgesetzt.